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Gefälschte Spendenplattform Datenkrake lockt mit Gewinnen – ukrainischer Geheimdienst warnt

Das Symbolfoto von 2021 zeigt einen schwarzen aufgeklappten Laptop, auf dem mehrere Geldscheine liegen.

Eine gefälschte Spendenplattform wirbt damit, bei eine bestimmte Summe für die Ukraine, die mit der Auszahlung einer bestimmten Summe, wie auf dem Symbolfoto von 2021 zu sehen, wirbt. 

Neben einer offiziellen Spendenplattform von und für die Ukraine gibt es nun eine Fälschung im Internet. Der ukrainische Noch-Botschafter Andrij Melnyk spricht von einer „russischen Falle“.

Seit Beginn der russischen Invasion Ende Februar haben schon viele Menschen für die Ukraine gespendet. Wer sich aktuell nach Hilfsprojekten umsieht, stößt möglicherweise auf die Webseite einer angeblichen „Militärischen Stiftung des Präsidenten der Ukraine“.

Wer sich mit Spenden daran beteilige, könne finanziell profitieren, wird dort versprochen. Behauptung: Der ukrainische Präsident betreibe eine Stiftung, die Geldspendern Gewinne verspricht. Bewertung: Falsch.

Gefälschte Plattform: Melnyk wendet sich an deutsche Behörden

Fakten: Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, bezeichnet die angebliche Stiftung als „Fake“. Er appelliert an die Deutschen: „Bitte bleiben Sie wachsam und tappen Sie nicht in diese russische Falle.“

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Der Zynismus des Kreml, die Menschen in die Irre zu führen, habe damit eine neue Stufe erreicht, erklärte Melnyk auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Botschafter fordert die Polizeibehörden und das Bundeskriminalamt dazu auf, in diesem „besonders boshaften Betrugsfall zügig zu ermitteln und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen“.

„Zelenskyy-Stiftung“: Nicht nur in Deutschland aktiv

Der ukrainische Militärgeheimdienst warnte bereits am 11. August 2022 vor einer „Informationskampagne zur Diskreditierung des Präsidenten der Ukraine“. In einer Erklärung heißt es, es werde eine „gefälschte Plattform der sogenannten „Zelensky-Stiftung“ erstellt und veröffentlicht werden“, die sich an ausländische Bürger und Institutionen richte.

Von dem „Fake-Account“ sei nicht nur Deutschland betroffen. Nach Einschätzung des ukrainischen Geheimdienstes steckt die russische Regierung dahinter.

Die Online-Präsenz der „Zelensky-Stiftung“ offenbart bei genauerer Betrachtung mehrere Indizien, die für eine Fälschung sprechen. Auf der ansonsten deutschsprachigen Webseite wird beim Namen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die englische Schreibweise Zelenskyy genutzt – dabei jedoch der letzte Buchstabe unterschlagen.

Auffällig ist auch, dass die vermeintliche „Zelensky-Stiftung“ offensiv nach persönlichen Daten der Unterstützer fragt. Wer mitmachen will, soll Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Telegram-Account angeben. Es findet sich zwar der Satz „Wir werden Ihre E-Mail niemals an Dritte weitergeben.“, aber was mit den Daten letztendlich passiert, bleibt offen.

Fake-Stiftung lockt mit angeblichen Gewinnen

Bei Investitionen wird ein Gewinn in Aussicht gestellt. In einem Werbe-Video auf der Seite werden nicht nur Zertifikate für die Spenden versprochen, sondern auch Gewinne: Wer 20 Euro spende und drei weitere Personen davon überzeuge, das auch zu machen, erhalte 30 Euro. Bei 100 Euro bekomme man nach demselben System 200 Euro zurück.

Über diese an Kettenbriefe erinnernde Investitionsmöglichkeit berichtete zuerst „t-online.de“. Bezahlen kann man auf der Webseite noch nicht, allerdings ist dort unter der Rubrik „Projekt Start“ ein Countdown zu sehen, der am 30. September 2022 enden soll.

Während die Webseite für die angebliche „Zelensky-Stiftung“ als auch die dazugehörigen Profile in sozialen Netzwerken erst seit wenigen Tagen online sind, hat die Ukraine bereits Anfang Mai eine staatliche Spendenplattform ins Leben gerufen. Über United24 kann gesondert für die Armee, humanitäre Zwecke oder den Wiederaufbau nach dem Krieg gespendet werden. (dpa/hl)

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