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ZitteranfälleHunderte Studierende brechen Skireise ab: Wurden sie Opfer von K.-o.-Tropfen?

Gläser stehen auf der Bar bei der Afterparty in einem Club in Berlin. Nach möglichen Vergiftungen mit K.-o.-Tropfen haben Hunderte niederländische Studierende einen Skiurlaub in den französischen Alpen abgebrochen.

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Nach möglichen Vergiftungen mit K.-o.-Tropfen haben Hunderte niederländische Studierende einen Skiurlaub in den französischen Alpen abgebrochen. Das Symbolfoto zeigt Gläser auf einer Bar bei der Afterparty in einem Club in Berlin. Es steht in keinem Zusammenhang mit der Tat.

Aktualisiert:

Niederländische Studentinnen und Studenten haben ihre Skireise in den französischen Alpen abgebrochen. Es besteht der Verdacht, dass ihnen Drogen in ihre Getränke untergemischt worden waren.

Es ist der Albtraum vieler junger Menschen: Kurz das Glas beim Feiern aus den Augen verloren, kann es passieren. Eine unbekannte Person könnte unbemerkt eine Substanz ins Getränk kippen, um einen entweder gefügig zu machen – oder auszurauben.

Auf einer Skireise in den französischen Alpen hat sich nun womöglich ein solches oder ähnliches Szenario abgespielt. So haben nach möglichen Vergiftungen mit K.-o.-Tropfen Hunderte niederländische Studentinnen und Studenten ihren Skiurlaub im Wintersportort Risoul abgebrochen.

Risoul ist eine französische Gemeinde im Département Hautes-Alpes. Sie liegt in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Die rund 450 Studierenden aus Utrecht reisten ab, nachdem es neun von ihnen beim Après-Ski plötzlich schlecht geworden war und fünf ins Krankenhaus mussten. Das berichtete der öffentlich-rechtliche Sender NOS.

Die Betroffenen klagten etwa über Zitteranfälle und Gedächtnisverlust, sie mussten sich übergeben oder brachen plötzlich zusammen.

Französische Alpen: Wurden Studierende Opfer von K.-o.-Tropfen? Bar gerät ins Visier

Die Studierenden äußerten nach dem NOS-Bericht den Verdacht, dass ihnen Drogen in die Getränke gemixt worden seien. Trotz verstärkter Aufsicht kam es zu weiteren Vorfällen. Nach Recherchen des Senders gab es bei weiteren Reisen in dem Ort in der letzten Zeit Dutzende betroffene Studenten und Studentinnen. Ins Visier geriet eine bestimmte Bar.

Der Betreiber wehrte sich aber gegen Anschuldigungen. Er sei um Sicherheit sehr bemüht und habe der Polizei die Kameraaufzeichnungen aus seiner Bar zur Verfügung gestellt.

In Frankreich läuft gerade eine landesweite Kampagne zum Schutz von Partygästen vor K.-o.-Tropfen, nachdem sich Besucher von Clubs und Diskotheken verstärkt über Vorfälle beschwert hatten. Rund um die Uhr stehen speziell geschulte Polizistinnen und Polizisten an einer Hotline parat.

Außerdem sind Kliniken neuerdings bei allen bewusstlos eingelieferten Menschen angewiesen, eine toxikologische Untersuchung vorzunehmen. Mögliche Spuren von K.-o.-Tropfen lassen sich später nämlich nicht mehr nachweisen. (dpa, jba)

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