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Filmreifer Drogen-TunnelAnlage reichte 19 Meter tief und war hinter Kühlschrank versteckt

Drogentunnel zwischen Marokko und Spanien-Exklave entdeckt

Copyright: ---/Policia Nacional de Espana/dpa

Die Behörden sprechen von einem bedeutenden Schlag gegen die Drogenmafia. (Foto Handout)

Versteckt hinter einem Kühlschrank: Ermittler entdecken unfassbares Drogen-Versteck

Ein Coup gegen die Drogen-Mafia, der an einen Actionfilm erinnert: In Ceuta, der spanischen Exklave in Nordafrika, haben Ermittler ein unglaubliches Tunnelsystem aufgedeckt. Die unterirdische Konstruktion, die vermutlich für den Transport gewaltiger Haschisch-Mengen nach Spanien sowie in andere europäische Länder genutzt wurde, reichte circa 19 Meter in die Tiefe. Das Innenministerium in Madrid bezeichnete den Aufbau als „filmreif“.

Dieser spektakulären Entdeckung gingen Ermittlungen von über einem Jahr voraus, wie die dpa meldet. Bei einer gewaltigen Razzia mit über 250 Einsatzkräften in Andalusien, Galicien und Ceuta klickten für 27 Tatverdächtige die Handschellen. Die Beamten beschlagnahmten eine unfassbare Menge von über 17 Tonnen Haschisch. Obendrauf kamen noch circa 1,4 Millionen Euro in bar, diverse Kommunikationsgeräte und etliche Luxuskarossen.

Der Clou: Eingang war hinter einem Kühlschrank

Das Unglaublichste an der ganzen Sache: Der Eingang zu dem System in Ceuta war hinter einem massiven, schallisolierten Kühlschrank getarnt. Laut offiziellen Angaben setzte sich die Anlage aus drei Teilen zusammen: einem Schacht nach unten, einem Zwischenraum zum Bunkern der Drogen und einem Tunnel, der direkt nach Marokko führte.

Die Ermittler verglichen den Aufbau mit einem „Labyrinth wie in einem Bergwerk“. Für den Transport der Drogenpakete setzten die Schmuggler auf professionelle Ausrüstung. Es kamen sogar Schienen-Loren, Kräne und Flaschenzüge zum Einsatz, um das Rauschgift zwischen den Stockwerken zu befördern. Genutzt wurde der Tunnel zuletzt aber anscheinend nicht mehr. Man geht davon aus, dass die Bande sich beobachtet fühlte.

„Tunnel-Architekt“ zog die Fäden aus Marokko

Hinter dem ganzen Projekt soll ein international tätiges Netzwerk stecken. Ein Hauptverdächtiger, der als eine Art „Tunnel-Architekt“ agierte, soll von Marokko aus alles gesteuert haben. Ein Komplize war für die Koordination der Abläufe in Ceuta zuständig.

Mit der Stilllegung des Tunnels und den Verhaftungen gelang den spanischen Behörden ein harter Treffer gegen die organisierte Kriminalität. Die Drogen waren auch für den Verkauf in ganz Europa vorgesehen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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