Nach dem Feuer-Drama in einer Bar in Crans-Montana in der Silvesternacht ermittelt die Staatsanwaltschaft nun gegen eine dritte Person.
Feuer-Drama von Crans-MontanaNeuer Verdächtiger – Staatsanwaltschaft ermittelt

Copyright: AFP
Die Todes-Bar von Crans-Montana ist seit der Silvester-Katastrophe geschlossen.
Einen Monat nach der Brandkatastrophe im schweizerischen Crans-Montana hat die Staatsanwaltschaft laut einem Medienbericht Ermittlungen gegen einen dritten Verdächtigen aufgenommen.
Wie die französischsprachige schweizerische Rundfunkanstalt RTS am Mittwoch berichtete, handelt es sich dabei um einen Angestellten der Gemeinde Crans-Montana, der mehrere Sicherheitsprüfungen in der betroffenen Bar „Le Constellation“ vorgenommen hatte. Der Verteidiger des Mannes bestätigte die Ermittlungen, RTS machte zunächst keine Angaben zu den Tatvorwürfen.
Die zuständige Staatsanwaltschaft im Kanton Wallis ließ eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst unbeantwortet.
Bei dem Feuer im „Le Constellation“ waren in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen. 116 weitere Menschen erlitten teils sehr schwere Verletzungen.
Flaschen mit Feuerwerk sollen Katastrophe ausgelöst haben
Die Ermittler vermuten, dass die Katastrophe durch an Flaschen befestigte Feuerwerksfontänen ausgelöst wurde, die zu nahe an die mit Schaumstoff verkleidete Decke gehalten wurden.
Wegen des Brandes waren Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Verursachung gegen das Betreiber-Ehepaar von „Le Constellation“, Jacques und Jessica Moretti, eingeleitet worden. Jacques Moretti saß zwischenzeitlich in Untersuchungshaft, kam jedoch gegen Kaution frei. (afp)
