Unglück vor Zypern. Eine Fähre mit mehr als 250 Passagieren an Bord kenterte.
Unglück mit mehreren TotenFähre vor Zypern gekentert – Kapitän und Crew festgenommen
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Fährunfall vor der Insel Zypern. „Es gibt Tote“ unter den Passagieren, erklärte Ünal Üsal, Regierungschef von Nordzypern, nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.
Die Zahl der Todesopfer wird inzwischen mit acht angegeben. Der Kapitän und sieben Mitglieder seiner Crew wurden festgenommen, wie Ünal Üsal am Sonntagabend (30. August) mitteilte.
Helikopter kreist über Menschen in Rettungswesten
Das Schiff mit mehr als 250 Passagieren war kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia gekentert. Es war auf dem Weg ins südtürkische Mersin.
Die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen, versprach Üstel: „Ich sage das hier ganz klar. Jeder Aspekt dieses Vorfalls wird untersucht. Selbst die geringste Fahrlässigkeit wird ans Licht kommen“, sagte Ünal Üsal. Die Rettungsarbeiten gingen weiter.
Auf Bildern des Senders CNN Türk war zu sehen, wie Menschen in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Ein Helikopter kreiste über ihren Köpfen. Dem Sender zufolge versuchte der Kapitän, zunächst noch umzukehren. Dem zyprischen Verkehrsminister Erhan Arikli zufolge drang Wasser in die Fähre ein, und es wurde ein Notruf abgesetzt.
Der Augenzeuge Efe Mültici sagte dem Sender CNN Türk, er habe sich im unteren Deck des Schiffes aufgehalten, und er berichtete von chaotischen Szenen: Die Passagiere hätten die Besatzung darauf hingewiesen, dass Wasser eindringe und gebeten, umzudrehen. Der Wellengang sei zudem sehr stark gewesen.

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Schiffe fahren in der Nähe des Hafens von Kyrenia vorbei, während im türkisch besetzten Norden Zyperns ein Krankenwagen am Ufer geparkt ist, nachdem vor der Nordküste der Insel eine Passagierfähre gekentert war.
Der türkische Vizepräsident Cevdet Yilmaz schrieb auf X, die türkische Küstenwache unterstütze bei der Rettung. Die Fähre des Typs Katamaran sei gekentert. Der Notruf wurde türkischen Behörden zufolge vier Seemeilen vor der Küste abgesetzt. Warum Wasser in das Schiff eindringen konnte, war zunächst unklar.
Der türkisch-zyprische Verkehrsminister Erhan Arikli sagte dem Sender BRT, das Schiff liege in mehr als 500 Meter Tiefe auf Grund. Taucher durchsuchten das Wrack. Man hoffe, dabei auch den Schiffsdatenschreiber zu finden, der Aufschluss über die Unglücksursache geben soll.
Laut Arikli befanden sich insgesamt 267 Personen auf der Fähre, darunter 259 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder.
Zypern ist seit 1974 geteilt. Die Türkei ist der einzige Staat, der die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern anerkennt. Die griechischsprachige Republik Zypern im südlichen Teil der Insel ist seit 2004 EU-Mitglied. (AFP/dpa)
