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Wal „Timmy“ nur noch Futter?Expertin platzt der Kragen: „Ticket in den Rachen der Orcas“

Dieses von der Rettungsinitiative zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Buckelwal in einem gefluteten Lastschiff in der Ostsee. Der aus einer flachen Bucht vor Wismar geborgene Buckelwal wird in Richtung Nordsee transportiert.

Copyright: Jens Schwarck/Rettungsinitiative/dpa

Dieses von der Rettungsinitiative zur Verfügung gestellte Foto zeigt den Buckelwal in einem gefluteten Lastschiff in der Ostsee. Der aus einer flachen Bucht vor Wismar geborgene Buckelwal wird in Richtung Nordsee transportiert.

Aktualisiert:

Das Wal-Drama eskaliert: Eine Tierärztin warnt vor einer Todes-Fahrt für „Hope“ – wird er grausam zu Tode gerettet?

Das Drama um den gestrandeten Buckelwal „Timmy“ oder „Hope“, wie er mittlerweile auch genannt wird, erreicht seinen schockierenden Höhepunkt – und die Fachwelt geht auf die Barrikaden! Während die Retter das Tier in einem Frachtkahn Richtung Nordsee schleppen, platzt der Expertin Kerstin Alexandra Dörnath jetzt der Kragen. Ihr knallhartes Urteil: Das ist kein Rettungsversuch, das ist purer Aktionismus auf Kosten einer geschundenen Kreatur!

Aktionismus statt Fachverstand: Wird der Wal zu Tode gerettet?

Der Buckelwal wird in seiner Barge vom Schlepper Fortuna B entlang der dänischen Küste in Höhe Aarhus in Richtung Nordsee durch die Ostsee gezogen.

Copyright: Christoph Reichwein/dpa

Der Buckelwal wird in seiner Barge vom Schlepper Fortuna B entlang der dänischen Küste in Höhe Aarhus in Richtung Nordsee durch die Ostsee gezogen.

„Das ist ein Ticket in den Rachen der Orcas“, warrnt die Wildtier-Spezialistin bei MDR AKTUELL. Die Medizinerin ist sich sicher: Der Wal ist bereits so schwach, dass er sich die Rettungsgurte kampflos anlegen ließ – ein deutliches Zeichen für den nahenden Kollaps. In der Nordsee droht ihm das Grauen: Er könnte einfach wie ein Stein untergehen und qualvoll ertrinken.

Die „Free Willy“-Mafia? Zweifel an der Expertise!

Die Fahrt entlang der dänischen Küste.

Copyright: Christoph Reichwein/dpa

Die Fahrt entlang der dänischen Küste.

Doch es kommt noch dicker: Dörnath schießt scharf gegen das Rettungsteam. Wer entscheidet hier über Leben und Tod? Laut der Expertin sitzen dort „Haustierärzte“ und „Ideologen“ am Hebel. Sogar Leute, die damals bei der gescheiterten Auswilderung des Film-Wals „Keiko“ („Free Willy“) dabei waren, mischen mit. Wir erinnern uns: Der berühmte Orca verendete damals einsam an einer Lungenentzündung. Droht „Timmy“ jetzt dasselbe Schicksal?

Gnade statt Quälerei: Der letzte Weg wäre humaner

Für Dörnath ist klar: Den Wal von seinen Leiden zu erlösen, wäre der gnädigste Weg gewesen. Stattdessen wird das Tier über hunderte Kilometer durch den Lärm der Schiffe gestresst. Die Tierärztin selbst wurde offenbar ignoriert – ihre Hilfsangebote verpufften im Nichts.

Das Drama um Buckelwal „Timmy“ begann am 3. März 2026 mit einer ersten Sichtung im Wismarer Hafen, wo sich das Tier bereits geschwächt in Fischernetzen verfangen hatte. Nach wochenlangem Bangen und einer erneuten Strandung im Kirchsee vor der Insel Poel Ende März mündet die Tragödie nun in einer hochriskanten Verschleppung per Frachtkahn.

Jetzt bangt ganz Deutschland: Wird diese Rettung zur tödlichen Farce? Oder geschieht doch noch ein Wunder auf hoher See? (jag)

Der Schlepper zieht den mit Wasser gefüllten Lastkahn mit dem Buckelwal.

Wal-Transport geht weiter

„Timmy“ jetzt vor Dänemark – warum man ihm da nicht geholfen hätte