Abo

Ein echtes KuddelmuddelDieses Wort ist das plattdeutsche Wort des Jahres 2026

Onlineabstimmung für plattdeutsche Wortneuschöpfungen

Copyright: Sina Schuldt/dpa

Auch Plattdeutsch hat seine Regeln. (Symbolbild)

Kuddelmuddel, gnaddelig & Co.: Die Platt-Wörter 2026

Jetzt ist es raus! Das Wort des Jahres 2026 auf Plattdeutsch lautet „Kuddelmuddel“. Bekannt gegeben wurde die Wahl vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen und dem Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern.

Warum hat sich die Jury für „Kuddelmuddel“ entschieden? Der Begriff sei nicht nur stark im Ausdruck und witzig, sondern auch weit verbreitet für Momente, in denen es drunter und drüber geht. Hinter dem Vorschlag steckt der Plattdeutschkurs des Evangelischen Schulzentrums Demmin „Katharina von Bora“.

„Erst kriechen, bevor man läuft“

Auch bei den Sprichwörtern gibt es einen Gewinner. Hier machte die Lebensweisheit „Man möt ierst krupen, ihrer man löppt“ das Rennen. Für alle, die kein Platt verstehen: Das bedeutet „Man muss erst kriechen, bevor man läuft.“ Dahinter steckt eine simple Wahrheit: Jede Entwicklung benötigt Zeit, Geduld sowie kleine Schritte. Dieser Vorschlag wurde von Gerlinde Block aus Lübz eingereicht.

Von „gnaddelig“ bis zum Home-Office auf Platt

Und was ist mit der Jugend? Den Preis für 2026 sicherte sich die 16-jährige Jule Bolz aus Siedenbrünzow mit dem Begriff „gnaddelig“. Fühlt ihr euch also mal wieder mies drauf oder habt schlechte Laune, seid ihr einfach „gnaddelig“. Ein echtes Highlight für alle, die von zu Hause arbeiten, ist eine ganz neue Wortkreation: „Tauhusmarachen“. Das ist Platt für Home-Office, und „marachen“ bedeutet so viel wie schuften oder hart arbeiten. Dieser geniale Einfall stammt von Siegfried Kasten aus Goldenstädt.

Der Ort für die feierliche Bekanntgabe war das Schloss der Reuterstadt Stavenhagen. Die Auswahl war nicht leicht: Eine Expertenjury musste aus den eingereichten Vorschlägen den Sieger küren. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Kalenderblatt
Tod, Folter & Legenden
Was am 30. Mai geschah: Von Jeanne d'Arc bis Thomas Häßler