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Blick auf dunkles ErbeNeue Plattform am Wismut-Schacht zeigt Folgen des Uranbergbaus

Neue Aussichtsplattform am Wismut-Schacht 371

Copyright: Jan Woitas/dpa/dpa-tmn

Die ersten Besucher stehen auf der neuen Aussichtsplattform am Schacht 371 des ehemaligen Bergbauunternehmens Wismut AG. Hier und an anderen Stellen in Sachsen und Thüringen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg Uran abgebaut.

Erzgebirge: Neuer Ausblick auf das düstere Wismut-Erbe.

Ein frischer Tipp für einen Ausflug für alle, die im Erzgebirge unterwegs sind: Beim Wismut-Schacht 371 in der Nähe von Hartenstein (südöstlich von Zwickau) ist nun eine brandneue Aussichtskanzel eröffnet. Von dort oben erhaltet ihr eine ganz spezielle Sicht auf die Auswirkungen des Bergbaus in dieser Gegend.

Auf der einen Seite blickt man auf die eindrucksvolle, heute wieder begrünte Szenerie der früheren Halden bei Aue-Bad Schlema und Schneeberg, erläutert Julia Dünkel, die Geschäftsführerin der Wismut Stiftung. In die andere Richtung eröffnet sich über die alte Skiptrasse eine direkte Sichtverbindung zum historischen Förderturm von Schacht 371. Auf diesem Weg wurde damals das nutzlose Gestein zu den Halden befördert.

Uran für die Sowjets: Das schwere Erbe der Wismut

Doch hinter dieser spektakulären Ansicht steckt eine finstere Vergangenheit. Die Anlage von Schacht 371 steht sinnbildlich für den Abbau von Uran im Erzgebirge. Nach dem Zweiten Weltkrieg förderte die Firma Wismut in Sachsen und Thüringen Uran – bestimmt für Atombomben und Atomkraftwerke in der damaligen Sowjetunion. Das Resultat waren enorme Schäden an der Umwelt.

Nach der deutschen Einheit ging die Wismut in den Besitz des Bundes über, mit der eindeutigen Aufgabe, die radioaktiven Altlasten zu beseitigen. Eine eigens dafür geschaffene Stiftung kümmert sich heute um das, was übrig ist – das sogenannte Wismut-Erbe.

Dieses Vermächtnis ist weit mehr als nur Gestein. Es beinhaltet geologische Archive, die Bräuche der Kumpel, persönliche Berichte von Zeitzeugen sowie Literatur, Filme und mehr als 4.000 Kunstobjekte. All dies soll an zwei Standorten präsentiert werden: hier am Schacht 371 in Hartenstein und zusätzlich in Ronneburg (Ostthüringen).

Ausstellung beleuchtet den Alltag der Kumpel und die große Politik

Aber nicht nur der Ausblick allein ist eine Reise wert. Im Maschinenhaus am Schacht 371 kann man an bestimmten Wochenenden (06./07.06.; 04./05.07.; 12./13.09. und 26./27.09.) die Schau „No Secret“ besichtigen. Diese beleuchtet den anstrengenden Arbeitsalltag der Bergleute, den weltpolitischen Rahmen des Uranabbaus in der DDR sowie die gravierenden Auswirkungen auf Mensch und Natur.

Darüber hinaus wird an diesem Ort an sieben Tagen im laufenden Jahr eine bemerkenswerte Sammlung von Mineralien des einstigen Bergbaubetriebs Aue ausgestellt. Die exakten Daten sind auf der Webseite der Wismut zu finden. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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