Aktuelle Daten zeichnen ein düsteres Bild für die kommenden Jahre.
Schock-Prognose für DeutschlandUnser Land altert und schrumpft viel schneller als gedacht

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Ältere Person mit Rollator im Freien.
Für mächtig Wirbel sorgt eine aktuelle Untersuchung vom ifo Institut aus Dresden. Nachdem die Fachleute die frischesten Zahlen vom Statistischen Bundesamt geprüft haben, ist das Resultat ein echter Schock: Unsere Nation wird deutlich rapider älter und kleiner als man bislang dachte. Die Annahme aus dem Jahr 2022, die Bevölkerung würde bis 2070 stabil bleiben, hat sich in Luft aufgelöst.
Die Ursache für diese krasse Entwicklung liegt auf der Hand. Ein dramatischer Absturz bei der Geburtenrate hat stattgefunden: Sie fiel zwischen 2022 und 2024 von 1,6 auf lediglich 1,35 Kinder je Frau. Die Prognosen bleiben finster, selbst wenn Experten zukünftig von einer leichten Erholung auf 1,47 Kinder, einer steigenden Lebenserwartung sowie einem Netto-Zuzug von 250.000 Personen pro Jahr ausgehen. Bis zum Jahr 2070 wird die Anzahl der Erwerbstätigen um schockierende 10 Millionen zurückgehen. Das berichtet „FOCUS online“.
Die Konsequenzen dieser Schrumpf-Entwicklung treffen uns alle. Den Anfang machen die Babyboomer, die sich ab der Mitte der 2030er-Jahre in den Ruhestand verabschieden. Ihnen folgen dann ab der Mitte der 2040er die geburtenschwächeren Jahrgänge der 2020er. Unser gesamtes Sozialgefüge gerät dadurch ins Schwanken. Während aktuell drei Berufstätige für einen Ruheständler aufkommen, sind es im Jahr 2070 nur noch zwei. Die Rentenkasse braucht schon heute einen Zuschuss von beinahe 130 Milliarden Euro aus dem Steuertopf. Weil die Anzahl der Menschen über 80 um das Jahr 2050 am höchsten sein wird, kommen auch die Kranken- und Pflegeversicherungen an ihre Grenzen.
Allerdings sind nicht alle Gebiete gleichermaßen betroffen. Die Bundesländer im Westen Deutschlands werden um circa 9 Prozent kleiner, doch der Osten muss mit einem heftigen Minus von 22 Prozent einen viel härteren Einschnitt verkraften. Einzig die Metropolen Hamburg (mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent) und Berlin (mit plus 4,1 Prozent) stemmen sich gegen diesen Abwärtstrend und können sogar ein kleines Plus verzeichnen.
Die Situation wäre ohne Einwanderung noch viel dramatischer. Bereits jetzt übersteigt die Zahl der Todesfälle die der Geburten jährlich um 300.000. Dieser negative Saldo könnte sich bis zur Mitte der 2050er sogar auf 600.000 verdoppeln. Es wäre ohne Zuzug von außen fast unmöglich, die gesellschaftliche Ordnung, wie wir sie kennen, zu bewahren.
Aber die Einwanderung stellt uns auch vor gewaltige Aufgaben. Schon jetzt weisen beinahe 40 Prozent aller Kinder eine Zuwanderungsgeschichte auf, und die Schulen haben große Mühe bei der Eingliederung von Kindern, die kein Deutsch können. Kamen die Einwanderer einst häufig aus europäischen Staaten, beispielsweise Polen oder Bulgarien, so ist diese Entwicklung mittlerweile rückläufig. Künftiger Zuzug dürfte hauptsächlich aus manchen arabischen und afrikanischen Staaten erfolgen. Das könnte die Integration wegen erheblicher kultureller Differenzen komplizierter machen. Zugleich sinkt die Zustimmung in der Gesellschaft: Eine Allensbach-Erhebung von Februar ergab, dass 61 Prozent der Umfrageteilnehmer der Meinung sind, es gäbe zu viele Ausländer hierzulande.
Fachleute schlagen Alarm: Dieser krasse Wandel in der Zusammensetzung der Bevölkerung könnte die Gemeinschaft auf eine harte Probe stellen. Ob dieser Umbruch ohne ein Zerbrechen des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu bewältigen ist, sei höchst zweifelhaft. Ein Kabinett, das in dieser Lage nicht alle Register zieht, um die Geburtenzahlen zu erhöhen, würde die Zukunft der Nation verspielen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

