Portugal-Gespenst jetzt bei uns? Corona-Trendumkehr nach wochenlang sinkenden Zahlen

Nach wochenlang sinkenden Corona-Zahlen zeigt sich jetzt eine Trendumkehr. Welche Rolle spielt die neue Omikron-Variante? Folgt jetzt das Portugal-Chaos?

In der Corona-Pandemie könnte der stetige Fallzahlen-Rückgang erst einmal gestoppt sein. In der Woche bis zum 29. Mai sei die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz zwar im Vergleich zur Vorwoche weiter um 37 Prozent gesunken, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) im Covid-19-Wochenbericht von Donnerstagabend (2. Juni).

In der aktuellen Woche stagniere der Inzidenzrückgang jedoch. Größtenteils bezieht sich der Bericht auf vergangene Woche.

Omikron-Variante schlägt auch in Deutschland langsam durch

Bei den Daten zu Virusvarianten zeichnet sich ab, dass die Omikron-Sublinie BA.5 hierzulande eine wachsende Rolle spielt. Sie ließ unter anderem bereits in Südafrika und Portugal die Fallzahlen wieder ansteigen. In Deutschland wird bei stichprobenartigen Untersuchungen seit etwa Ende April eine ungefähre Verdopplung des Anteils von Woche zu Woche erfasst.

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Dies spielt sich allerdings auf noch recht niedrigem Niveau ab: Nach den aktuellsten RKI-Daten sind es nun 5,2 Prozent BA.5. Wie bisher wird mehrheitlich aber noch die Sublinie BA.2 gefunden. Die Nachweise von BA.4 nehmen ebenfalls etwas zu, aber im Bereich von unter einem Prozent.

Wie weiter aus dem Bericht hervorgeht, ist die Zahl der PCR-Tests auf Sars-CoV-2 in Deutschland erstmals seit Monaten auf weniger als 500 000 pro Woche gesunken. Vermutlich spielt dabei auch der Feiertag Himmelfahrt eine Rolle.

Das RKI ruft weiter dazu auf, Empfehlungen zum Vermeiden von Ansteckungen einzuhalten. Insbesondere an Risikogruppen und Menschen ab 70 Jahren appelliert es erneut, sich mit einer zweiten Auffrischimpfung vor einer schweren Erkrankung zu schützen. (dpa)

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