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Corona Warum sich manche Menschen nicht mit dem SARS-CoV-2-Virus infizieren

Eine FFP2-Maske wird in einen Abfalleimer geworfen.

Es gibt Menschen, bei denen SARS-CoV-2 keine Chance hat. Woran das liegt, wollen Forscher nun ergründen. Das Symbolbild wurde im April 2022 in Wien aufgenommen und zeigt einen Mann, der einen FFP2-Maske in einen Abfalleimer wirft.

Seit nunmehr zwei Jahren wird intensiv zum Coronavirus geforscht. Doch eine Frage lässt die Forscher weltweit noch immer ahnungslos zurück.

Delta, Alpha, Omikron - die Mutationen des Coronavirus bestimmen seit Ausbruch der Pandemie große Teile unseres Alltags. Eine Impfung gilt bislang als einzig sicherer Schutz vor einem schweren Verlauf. Doch Forscher richten ihr Augenmerk auf weitere Variablen.

Denn es gibt Menschen, bei denen SARS-CoV-2 keine Chance hat. Obwohl sie in engem Kontakt zu infizierten Personen sind, fallen sowohl Schnell- als auch PCR-Tests bei ihnen negativ aus. Woran liegt das?

Immun gegen SARS-CoV-2: Forscher suchen nach Ursache

Auf diese Frage suchen die Wissenschaftler eine Antwort. Was ist das Geheimnis der Covid-Immunen? Professor Peter Palese vom Fachbereich Mikrobiologie an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York (USA) sagte der „Apotheken Umschau“: „Natürlich schaut man sich vor allem das Immunsystem an, schließlich spielt es eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, ob man gegen SARS-CoV-2 geschützt ist oder nicht.“

Für die Abwehr verantwortlich sind dabei die Antikörper und die T-Zellen. Außerdem spiele auch das sogenannte unspezifische Immunsystem, zu dem Botenstoffe namens Interferone gehören, eine Rolle.

Was sind Antikörper und T-Zellen und wie wirken sie?

  • Antikörper sind für die Abwehr verantwortlich
  • Antikörper gegen SARS-CoV-2 bilden sich nur, wenn der Körper mit dem Coronavirus Kontakt hatte, oder wenn er dagegen geimpft wurde
  • T-Zellen werden bereits bei einem Erstkontakt mit dem Virus aktiv

Wie Palese in der „Apotheken Umschau“ weiter ausführt, werde zu einem großen Teil durch die Gene bestimmt, ob Menschen bereits beim Erstkontakt T-Zellen ins Abwehrrennen schicken. Doch wie groß der Einfluss jedes einzelnen Gens ist, bleibt ungewiss. „Es sind einfach zu viele verschiedene Gene beteiligt, übrigens auch an der Immunantwort durch Antikörper. Vermutlich hat man von all den Genen bisher nur einen kleinen Teil identifiziert“, zitiert die „Apotheken Umschau“ Palese.

Wissenschaftler schauen sich daher Menschen mit starker Immunantwort ganz genau an. Möglich, dass auch eine vorherige Ansteckung mit Erkältungsviren eine entsprechende Immunreaktion auslösen. Diese Reaktion wiederum könnte laut Bericht dazu führen, dass schneller Antikörper gegen das Erkältungsvirus gebildet werden.

Irene Alma Abela, Infektiologin vom Institut für Medizinische Virologie der Universität Zürich, und ihr Forscher-Team haben entdeckt, dass das Risiko sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren bei Menschen mit einer großen Menge an Antikörpern im Blut, geringer ist.

Doch es spielen zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle. Dazu zählt unter anderem das Alter. Ältere Menschen haben naturgemäß ein schwächeres Immunsystem und sind daher anfälliger für eine Infektion. Auch das Geschlecht kann eine Rolle spielen. So wurde beobachtet, dass Frauen weniger anfällig für einen schweren Verlauf sind. Im Gegensatz zu Menschen mit Vorerkrankungen.

Geboostert - warum stecken sich Menschen dennoch mit dem Virus an?

Schutz bietet ganz klar die Impfung, auch wenn sich bei der Omikron-Variante gezeigt hat, dass sich selbst geboosterte Menschen anstecken. Allerdings konnte in diesen Fällen auch nachgewiesen werden, dass das Risiko sinkt, und der Krankheitsverlauf deutlich milder ist. Zudem ist die Viruslast geringer - man ist also weniger ansteckend.

Eine Impfung bringt den Körper also einen Schritt näher in Richtung Immunität. „Dieser Effekt betrifft im Grunde alle: Diejenigen, deren Immunsystem ohnehin recht gut gegen SARS-CoV-2 reagiert, bekommen einen noch robusteren Schutz. Diejenigen, deren Immunsystem wenig gegen SARS-CoV-2 reagiert, sind durch eine Impfung besser geschützt. Und, das dürfte für alle Gruppen entscheidend sein: Wenn es doch zu einer Infektion kommt, dann senkt eine Impfung signifikant das Risiko eines schweren Verlaufs“, sagt Palese der „Apotheken Umschau“.

Kann man seine eigene Immunität verstärken? Wohl nur bedingt. Denn die genetische Grundlage oder das Geschlecht lassen sich nicht einfach verändern. Allerdings kann jeder Einzelne gezielt vorbeugen: der Impfempfehlungen folgen und die AHA-Regeln beachten und vor allem  einen Mund-Nasen-Schutz verwenden. (susa)

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