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Infektion für Ungeimpfte unvermeidbar Virologe Drosten mit düsterer Prognose für den Herbst

Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor Institut für Virologie, Charité Berlin, aufgenommen bei einer Pressekonferenz zum Stand der Coronavirus Infektionen.

Prof. Dr. Christian Drosten im März 2020 – der Virologe appelliert eindringlich an Impf-Gegner sich gegen Corona impfen zu lassen.

Das Infektionsrisiko für Ungeimpfte steigt an. Mit Blick auf die hochansteckende Delta-Variante hat Virologe Christian Drosten eine düstere Prognose und warnt Impf-Gegner dass eine Infektion ohne Impfung unvermeidbar ist.

Berlin. Für Ungeimpfte dürfte es im Herbst schwierig werden, da ist sich der Virologe Christian Drosten sicher. Jetzt warnt er: „Allen, vor allem allen ab 45 Jahren, ist dringend zu raten, sich sehr ernsthaft damit auseinanderzusetzen, ob sie sich wirklich nicht impfen lassen wollen“, sagte der Charité-Forscher der Deutschen Presse-Agentur.

Corona-Impfung: Drosten appelliert an Impf-Gegner

Der Plan einiger Menschen, durch eine vermeintliche Herdenimmunität bei einer Impfquote von rund zwei Dritteln der Bevölkerung indirekt geschützt zu werden, gehe wegen der hochansteckenden Delta-Variante nicht mehr auf. Drosten macht klar: „Wer sich nicht impfen lässt, wird sich infizieren, und das vielleicht schon in diesem Winter.“

Im Juni warnte Virologe Christian Drosten bereits vor Impf-Rückschlägen im Sommer, machte klar, dass die Impf-Bereitschaft nicht nachlassen darf.

Zu bedenken sei jetzt auch, dass das Infektionsrisiko für Ungeimpfte in diesem Herbst und Winter auch deswegen steige, weil aufgrund der hohen Impfquote dann täglich mehr Neuansteckungen zugelassen würden als noch im vorherigen Winter. Hinzu komme, dass Geimpfte einige Zeit nach der Impfung das Virus sehr wahrscheinlich weitergeben könnten, auch ohne dabei selbst zu erkranken.

Delta-Variante – Drosten sieht absolute Notwendigkeit in Impfung

Durch ein selbsttätiges Auslaufen der Pandemie verschont zu bleiben, darauf könne niemand hoffen, erläuterte Drosten.

Die Impfung sei aufgrund der Delta-Variante keine primäre Frage des Gemeinschaftsschutzes. Es gehe jetzt vielmehr darum, sich selbst zu schützen. Drosten zeigte sich dabei überzeugt, dass sich viele Zögernde demnächst doch noch impfen lassen werden, auch weil sie im direkten Umfeld erlebten, was Covid-19 für Ungeimpfte bedeuten könne. (dpa)

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