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Extremer Corona-FallÄrzte sprechen von einem „der kränksten Patienten aller Zeiten“

Mitarbeiter des Gesundheitswesens behandeln einen Patienten, der in die Intensivstation des Krankenhauses Isabel Zendal in Madrid eingeliefert wurde. Symbolbild vom 13. Januar 2022.

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Der Engländer Andrew Watts erkrankte schwer an Corona und musste fast ein Jahr im Krankenhaus bleiben. Hier ein Symbolbild aus dem Krankenhaus Isabel Zendal in Madrid vom 13. Januar 2022.

Aktualisiert:

Großer Schock für Andrew Watts! Der Engländer verbrachte fast ein Jahr im Krankenhaus. Grund dafür: Eine schwere Corona-Infektion. Jetzt musste der Familienvater das Sprechen und Laufen neu lernen.

Nur knapp entging Andrew Watts (40) dem Tod. Ende 2020 erkrankte der zweifache Familienvater an Corona. Mit einer daraus resultierenden Lungenentzündung wurde der Engländer am 25. Dezember 2020 schließlich in ein Krankenhaus eingeliefert. Es sollte fast ein Jahr dauern, bis er wieder nach Hause kam. 

Mehrere Wochen kämpfte der 40-Jährige ums Überleben, lag fünf Wochen im künstlichen Koma und hatte zwei Lungenkollapse. Ärzte bezeichneten ihn als „einen der kränksten Covid-Patienten aller Zeiten“. Schließlich überlegten die Ärzte sogar, das Beatmungsgerät abzustellen.

Corona: Fast 300 Tage verbrachte Andrew Watts im Krankenhaus

Doch Watts überlebte – und verbrachte acht Monate auf der Intensivstation. Erst nach 300 Tagen wurde er aus dem Krankenhaus entlassen. Mittlerweile ist er zu Hause bei seiner Familie im Londoner Stadtteil Bexley.

Fit ist Watts allerdings noch lange nicht. Erst kürzlich wurde ihm die Nasenkanüle entfernt, die ihn mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt hatte. Langsam lernt der Familienvater wieder zu laufen. Auch das Sprechen muss er neu erlernen. Bis der 40-Jährige wieder ein normales Leben führen wird, kann es also noch dauern.

Bereits im Krankenhaus machte Watts mithilfe seiner Frau erste Fortschritte beim Sprechen. Das Gehen fällt dem Engländer allerdings noch schwer. Wie die „Daily Mail“ berichtete, könne er aber schon 15 Minuten am Stück laufen. Sein Ziel ist es, bis zur Schule seines Sohnes zu gehen – und wieder zurück.

Watts erklärte, dass die Leute dankbar sein sollten, diese kleinen Aufgaben erledigen zu können. Als er selbst noch gesund und fit war, hätte er alles für selbstverständlich genommen. Aber als er krank wurde, hätte er realisiert, dass er sie nicht als selbstverständlich ansehen sollte.

„Einer der kränksten Covid-Patienten aller Zeiten“

Die Corona-Infektion war bei Watts auch gerade deshalb so schwerwiegend, weil er sich gerade von einer Chemotherapie erholte. Watts hatte zuvor Lymphdrüsenkrebs.

Noch ist Watts nicht außer Gefahr. Sein Hals ist aufgrund eines Luftröhrenschnitts noch nicht richtig verheilt. Er könne eine Infektion bekommen und deshalb nicht schwimmen und duschen, wie er wolle, sagte Watts.

Nach allem, was der 40-Jährige durchgemacht hat, sprach er sich für eine Corona-Impfung aus. „Es ist eine individuelle Entscheidung. Wenn ich es wäre, würde ich es machen. Wer sich dagegen entscheidet, ist selbst schuld“, machte Watts deutlich. (ls)

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