Virologe mit düsterer Prognose Eingreifen des Bundes in Pandemie absehbar

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Der Kieler Virologe Helmut Fickenscher, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2014, sieht wegen der aktuell steigenden Corona-Zahlen Handlungsbedarf bei der Regierung. 

Kiel – Der Infektionsmediziner Helmut Fickenscher hält angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen in Deutschland und der Haltung einiger Bundesländer ein Eingreifen des Bundes für absehbar.

  • Regierung muss bald eingreifen
  • Corona-Zahlen steigen weiter an
  • Virologe Helmut Fickenscher sieht „Handlungsbedarf“

Corona: Deutsche Regierung muss bald handeln

„Für Deutschland insgesamt sehe ich Handlungsbedarf“, sagte der Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten jetzt der Deutschen Presse-Agentur. „Die großen Warnrufe sind da nicht so wirklich falsch.“ Kanzlerin Angela Merkel hatte erklärt, sie denke über klarere Vorgaben an die Länder nach.

Schleswig-Holstein habe mit der niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland noch eine sehr klare Sonderrolle, sagte Fickenscher, der in Kiel am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein das Institut für Infektionsmedizin leitet. „Wenn aber Entscheidungen bundesweiter Tragweite notwendig sein sollten, wird sich Schleswig-Holstein nicht verschließen können.“

Helmut Fickenscher: Corona-Experte aus dem Norden

Helmut Fickenscher ist Virologe und unterrichtet an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seit 2005 ist er zudem Direktor des Instituts für Infektionsmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mit den Standorten Kiel und Lübeck.

Seit 2017 ist Fickenscher Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten. Seit Beginn der Corona-Pandemie wird er besonders vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) als Experte gehört. (dpa/mie) 

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