Jetzt gibt es Gewissheit Höhe der staatlichen Gasumlage steht fest: So viel zahlen wir mehr

Corona Drosten revidiert Aussage und nennt neuen Zeitpunkt für Ende der Pandemie

Christian Drosten rechnet nach den Sommerferien in Deutschland mit einer sehr hohen Zahl an neuen Corona-Fällen. Zudem revidierte er seine Aussage, dass schon 2022 die Pandemie vorbei sein könnte.

Am Freitag starten die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen, viele Menschen fahren oder fliegen in den Urlaub. Wenn sie zurückkommen, dürfte es schon mitten im Sommer zu einer neuen Welle kommen statt erst im Herbst, wie der Virologe Christian Drosten nun sagte.

Der 50-Jährige rechnet nach den Sommerferien in Deutschland mit einer sehr hohen Zahl an neuen Corona-Fällen. „Ich hoffe, dass die Schulferien den Anstieg der Erkrankungsfälle etwas dämpfen werden. Aber ab September, fürchte ich, werden wir sehr hohe Fallzahlen haben“, sagte der Leiter der Virologie-Abteilung an der Berliner Charité dem „Spiegel“ in einem am Donnerstagabend (23. Juni 2022) veröffentlichten Interview. Wenn nichts getan werde, werde es im Arbeitsleben „sehr viele krankheitsbedingte Ausfälle“ geben.

„Wir sehen tatsächlich schon wieder einen exponentiellen Anstieg der Fallzahlen“, warnte Christian Drosten. „Die BA.5-Variante ist einfach sehr übertragbar, und die Menschen verlieren gleichzeitig ihren Übertragungsschutz aus der letzten Impfung.“

Corona in anderen Ländern: Todeszahlen steigen an

Alles zum Thema Christian Drosten
  • Christian Drosten Verstörende Szenen auf Zeltplatz – Virologe platzt der Kragen
  • Wegen des Ukraine-Kriegs Drosten warnt eindringlich vor neuem Plan der Bundesregierung
  • Omikron-Variante breitet sich aus Neue Corona-Welle? Christian Drosten: Lage in Urlaubsland „beunruhigt“
  • Herber Schlag für Karl Lauterbach Topvirologe Drosten schmeißt hin und erhebt schwere Vorwürfe
  • Corona aktuell Ähnlich wie Delta: Diese neue Mutation könnte zu schwereren Verläufen führen
  • „Viel Nonsens“ Neue Omikron-Varianten aufgetaucht – Drosten muss sich nach Wochen zurückmelden
  • Virologe beendet Corona-Podcast Christian Drosten: „Wurde auf offener Straße angegangen“
  • Warnung in „Tagesthemen“ Virologe Drosten sieht keinen Rückgang der hohen Corona-Zahlen
  • Corona Experte gibt düstere Prognose ab – so lange könnte die Hochinzidenz-Welle dauern
  • Nach zwei Jahren Virologe Drosten macht Schluss mit Corona-Podcast

In anderen Ländern sehe man, dass bei sehr hohen Fallzahlen auch die Hospitalisierungs- und Todeszahlen wieder anstiegen. „Das wird auch bei uns leider so sein. Insgesamt werden aber viel weniger Menschen schwer erkranken und sterben als noch 2021.“

Er glaube nicht, dass man zum Jahresende den Eindruck haben werde, die Pandemie sei vorbei, sagte der Corona-Experte. Im Januar hatte Drosten noch die Hoffnung geäußert, dass Deutschland im Laufe des Jahres den pandemischen Zustand für beendet erklären kann. Der Virologe empfahl, eine Infektion möglichst zu vermeiden – auch wegen des Risikos von Long Covid.

Christian Drosten spricht über Schutz vor weiterer Corona-Infektion

„Leider ist eine Infektion langfristig aber unausweichlich“, sagt er nun. „Und nach und nach bildet sich tatsächlich ein schleimhautspezifischer Schutz, von dem ich annehme, dass er die Bevölkerungsimmunität insgesamt belastbarer macht.“

Andererseits entwickle sich auch das Virus weiter. „Ich gehe davon aus, dass sich da irgendwann ein neues Gleichgewicht einpendelt: Die Bevölkerungsimmunität durch Impfungen und Infektionen wird irgendwann so stark sein, dass das Virus an Bedeutung verliert. Dann sind wir im endemischen Zustand.“

Im schlimmsten Fall könne dies aber „noch einige Winter dauern“. Als endemisch gilt eine Krankheit, wenn sie in einer Region mit relativ konstanter Erkrankungszahl dauerhaft auftritt. (dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.