Abo

+++ EILMELDUNG +++ Er wurde 67 Jahre alt Schauspieler Alexander Held überraschend verstorben

+++ EILMELDUNG +++ Er wurde 67 Jahre alt Schauspieler Alexander Held überraschend verstorben

Buckelwal-Drama„Timmy“ kämpft ums Überleben – entscheidende Stunden

Aktualisiert:

Der Kampf spitzt sich dramatisch zu: „Timmy“ ist geschwächt, treibt wieder Richtung Strand – während Experten heftig über die Rettung streiten.

Der Kampf um Buckelwal „Timmy“ entwickelt sich zu einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit. Das Tier ist stark geschwächt, reagiert kaum noch – und hat offenbar nicht mehr die Kraft, sich aus eigener Anstrengung zu befreien.

Inzwischen steht auch das schlimmste Szenario im Raum: Sollte sich der Wal nicht aus eigener Kraft befreien, könnte am Abend sogar über Sterbehilfe diskutiert werden. „Dann wird überlegt, wie man ihm beim Sterben helfen kann“, sagte Burkard Baschek laut „Bild“.

Buckelwal in der Ostsee: Diskussion über Sterbehilfe

Wal-Expertin Tamara Narganes Homfeldt von der Organisation Whale and Dolphin Conservation erklärte gegenüber der Zeitung: „Ihm fehlt offenbar die Energie, um sich zu befreien.“ Der Stress der vergangenen Rettungsversuche, ein Netz im Maul und Hautprobleme hätten das Immunsystem zusätzlich belastet.

Eine neue Rettungsmission startete am Montagnachmittag. Zwei Boote näherten sich dem Tier – ein kleines fuhr voraus, ein größeres folgte mit Abstand. Zuvor hatte der Wal regungslos im Wasser gelegen. Er gab keinen Laut von sich und stieß nur gelegentlich Blas aus.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung wollen die Einsatzkräfte den Wal mit Geräuschen – etwa durch Schlagen mit Paddeln aufs Wasser – zum Weiterziehen motivieren. Körperkontakt ist dabei nicht vorgesehen. Ein Vorteil: Der Wasserstand ist gestiegen, das Meer in Bewegung.

Passanten stehen auf der Seebrücke Wendorf, während im Hintergrund der Buckelwal noch immer in der Wismarer Bucht liegt.

Copyright: Philip Dulian/dpa

Passanten stehen auf der Seebrücke Wendorf, während im Hintergrund der Buckelwal noch immer in der Wismarer Bucht liegt.

Für Brisanz sorgt derweil ein heftiger Streit um die Rettungsmaßnahmen. Der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann erhebt schwere Vorwürfe: Sein Team sei „aktiv“ von weiteren Einsätzen ausgeschlossen worden – obwohl man bereit gewesen sei, über Tage vor Ort zu helfen. Die Kritik machte er öffentlich und löste damit eine hitzige Debatte aus.

Eine Drohnenaufnahme herausgegeben von Greenpeace zeigt den Buckelwal in der Wismarbucht.

Copyright: Daniel Müller/Greenpeace Germany/dpa

Eine Drohnenaufnahme herausgegeben von Greenpeace zeigt den Buckelwal in der Wismarbucht.

Die Behörden widersprechen entschieden und weisen die Darstellung zurück. Von einem Ausschluss könne keine Rede sein. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus versucht nun zu schlichten und kündigte an, persönlich das Gespräch zu suchen.

Schon zuvor hatte sich die Lage dramatisch zugespitzt: Nach einer ersten Strandung nahe Timmendorfer Strand konnte sich der Wal kurzzeitig befreien – doch der Rückschlag folgte schnell. In der Wismarer Bucht strandete das Tier erneut und wirkt inzwischen deutlich geschwächt. Experten berichten von kaum noch vorhandener Bewegung und einer reduzierten Atemfrequenz.

Die kommenden Stunden könnten entscheidend sein.

Einsatzfahrzeug und Einsatzkräfte bei Nacht.
Hantavirus-Horror
Tote Deutsche von „Hondius“ geholt – sofortige Blitz-Einäscherung!