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Bomben-Alarm über halb EuropaDutzende Flüge betroffen – Kampfjets in der Luft

10.02.2023, Köln: Mit Push Back Fahrzeugen werden die Flugzeuge zum Rollfeld geschoben. Am Flughafen Köln-Bonn darf auch nachts gestartet und gelandet werden.

Copyright: Uwe Weiser

Im europäischen Luftraum gab es am Donnerstag einige Bombendrohungen. (Symbolbild)

Zahlreiche Bombendrohungen halten Europas Luftverkehr in Atem.

Großalarm über Europa: Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche halten Bombendrohungen den europäischen Flugverkehr in Atem.

Am Donnerstagmorgen sind gleich mehrere Passagiermaschinen ins Visier von Bombendrohungen geraten. Die Meldungen betrafen Flüge rund um Dublin, Rom, Mailand, Warschau, Brüssel und Helsinki.

Bombendrohung gegen Flieger: Passagierflugzeuge müssen Kurs ändern

Kampfjets begleiteten einige der Flieger, andere mussten außerplanmäßig landen. An Flughäfen in Dänemark und Österreich rückten ebenfalls Einsatzkräfte aus.

Besonders aufwendig war der Einsatz bei einem Airbus A320 der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus. Eigentlich sollte die Maschine von Dublin nach Rom fliegen. Wegen einer Bombendrohung ging es stattdessen zum französischen Militärflugplatz Évreux westlich von Paris. Die französische Luftwaffe ließ Kampfjets aufsteigen, die den Airbus abfingen und begleiteten. Aer Lingus bestätigte die sichere Landung.

Auch ein Wizz-Air-Flug traf es: Statt in Warschau anzukommen, musste die Maschine aus Mailand nach einer Drohung in Wien landen. Bei einem Finnair-Flug von Helsinki nach Rom flog die italienische Luftwaffe als Begleitung mit – der Jet landete planmäßig und sicher in Rom.

Militär im Einsatz: Weitere Passagierflüge nach Drohungen umgeleitet

Nach einer verdächtigen Meldung setzte in Brüssel eine LOT-Maschine aus Warschau sicher auf. Weitere Maßnahmen hielt die belgische Polizei nicht für nötig.

Gleich dreimal mussten Flieger in Bulgarien wegen Drohungen außerplanmäßig landen. Zwei Maschinen – aus Kopenhagen und Madrid – gingen in Sofia runter, eine dritte aus London in Plowdiw.

Vier Flugzeuge standen in Prag im Fokus, die Behörden bereiteten deren Kontrolle vor. Zwar galten die Hinweise als wenig glaubwürdig. Sprengstoffexperten sollten die Maschinen trotzdem untersuchen.

Aer Lingus, Wizz Air, Finnair: Notlandungen nach Bombendrohungen

Polizei und Bombenentschärfer nahmen sich am Flughafen Kopenhagen zwei bereits gelandete Maschinen vor. Gefunden wurde nichts. In Salzburg lief ein größerer Polizeieinsatz – den Flugverkehr störte das jedoch nicht.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art: Schon am Dienstag hatten Bombendrohungen gegen mindestens sieben Passagierflüge den Flugverkehr gestört. Sprengstoff kam bei keiner der Kontrollen zum Vorschein.

Unklar bleibt, ob die neuen Meldungen damit zusammenhängen – und wer hinter den Drohungen steckt. Sicherheitsexperten halten gezielte Störaktionen für möglich. Belege für ausländische Akteure gibt es bislang aber nicht. Die Behörden stellen klar: Die Sicherheit der Passagiere habe oberste Priorität. (red)