Ganz Deutschland war fassungslos über die Tat in Lemgo. Der verdächtige 33-Jährige muss sich jetzt der Justiz stellen.
Bluttat im SupermarktSchüler (16) erstochen – jetzt beginnt der Prozess

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Gegen den mutmaßlichen Angreifer beginnt in Detmold ein Mordprozess. (Archivbild)
Ein Jugendlicher (16) verliert im Supermarkt sein Leben, nun äußert sich der Angeklagte.
Der Prozessauftakt gegen den Verdächtigen erfolgte fünf Monate, nachdem ein 16-Jähriger in einem Discounter in Lemgo (nahe Bielefeld) durch Messerstiche ums Leben kam. Vor dem Landgericht in Detmold lautet die Anklage gegen den 33-jährigen Deutschen auf Mord.
Dem Mann wird vorgeworfen, dem Jugendlichen im Oktober des Vorjahres nach einer kurzen Begegnung auf dem Parkplatz in den Laden gefolgt zu sein. Dort soll er, beobachtet von zwei Einkäufern, zweimal zugestochen haben. Die Tat sorgte in der ganzen Bundesrepublik für Entsetzen.
Warum musste der Junge sterben?
Der Ablauf der Tat im Laden ist durch Aufnahmen von Überwachungskameras gut dokumentiert, erklärte ein Gerichtssprecher in Detmold am Donnerstag, so meldet die dpa. Das Motiv für die Bluttat liegt jedoch komplett im Dunkeln. Nach Angaben der Anklagebehörde gab es keine vorherige Beziehung zwischen dem Getöteten und dem Verdächtigen.
Zur Verhandlung wurden diverse Zeugen vorgeladen, darunter vermutlich auch die zwei Personen, die an jenem Tag mit dem 16-Jährigen unterwegs waren.
Verteidiger: Angeklagter will alles zugeben
Unmittelbar vor Prozessbeginn gab Verteidiger Jerrit Schöll bekannt, dass sein Klient die Tat bedauere und die „vollumfänglich Verantwortung“ dafür übernehmen möchte.
Der Verdächtige soll an dem Abend mit einem Messer aus der Küche auf dem Parkplatz auf die Dreiergruppe zugestürmt sein. Zwei der Jugendlichen gelang die Flucht. Den 16-Jährigen, der sich in den Laden retten wollte, soll der Angreifer dort niedergerungen haben.
Im Bereich der Kassen stach er ihm laut Anklageschrift das Messer ohne Vorwarnung in die Brust und den Kopf. Die Autopsie ergab später, dass der Jugendliche sofort verstarb. (red)
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