ING Erste Großbank ergreift überraschende Maßnahme: „Zeit der Nullzinsen jetzt vorbei“

Nach Baldwin-Drama Tödliche Unfälle an Filmsets keine Seltenheit

Der Schauspieler Alec Baldwin schoss mit einer Requisitenwaffe und verletzte eine Kamerafrau tödlich. Das Luftbild (aufgenommen am 22. Oktober) zeigt Beamte des Sheriffs von Santa Fe County, die zum Schauplatz einer tödlichen Schießerei auf einer Filmkulisse der Bonanza Creek Ranch in der Nähe von Santa Fe kommen.

Der Schauspieler Alec Baldwin schoss mit einer Requisitenwaffe und verletzte eine Kamerafrau tödlich. 

Vergangenen Donnerstag kam es zu einem tragischen Unfall: Bei dem Dreh eines Films erschoss Alec Baldwin eine Frau. Solche Unfälle sind leider an Hollywoods Filmsets keine Seltenheit. Doch wie kann so etwas überhaupt passieren? 

Santa Fe. Ein erschütterndes Drama. Bei einem mutmaßlichen tragischen Unfall hat Hollywood-Star Alec Baldwin vergangenen Donnerstag (21. Oktober) eine Kamerafrau erschossen und den Regisseur schwer verletzt.

Der Schauspieler spielt in dem Westernfilm „Rust“ die Hauptrolle und ist auch der Produzent der Serie. Eigentlich sollte er mit der Requisitenwaffe nur Platzpatronen abfeuern, doch das endete tödlich – denn die Waffe feuerte eben keine Platzpatronen ab. Baldwin erschoss die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins und verwundete den Regisseur Joel Souza schwer. 

Jetzt fragt sich die Welt: Wie kann sowas passieren? Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz einfach. Allerdings gibt es einen Hauptverantwortlichen für Waffen am Set: den Waffenmeister.

Alles zum Thema Hollywood

Der Waffenmeister hat die Verantwortung

Der Waffenmeister soll für Sicherheit am Set sorgen: Für ihn dreht sich alles um eine umfassende Vorbereitung, Aufbewahrung und Einsetzung der Waffen. Damit sind neben Schusswaffen auch Messer und Schwerter gemeint. „Der Waffenmeister weiß genauestens Bescheid, wie die Wirkung ist und kann sie auf den jeweils Schauspielenden abstimmen“, erklärt Film-Sicherheitsexperte Bernd-Siegfried Michalek gegenüber „swr.de“.

Außerdem herrsche eine gewisse Sekundärgefährdung, denn keiner kann in kritischen Zeiten wie heute (siehe Amokläufe etc.) einfach mit einer gefälschten Waffe in der Hand herumlaufen, da das sofort die Polizei alarmieren würde. „Und deshalb muss ich jede Waffe, auch wenn sie bloß aus Kunststoff ist, behandeln, wie eine Scharfe“, versichert Michalek.

Kaum scharfe Waffen in Deutschland

Das Klischee, Platzpatronen seien harmlos, hält sich bis heute. Obwohl sie nicht wie richtige Kugeln alles im Körper durchdringen, können sie dennoch eine Absplitterung der Knochen verursachen, welche den Tod nach sich ziehen kann.

Anders als in Amerika kommen in Deutschland jedoch kaum scharfe Waffen am Set zum Einsatz. So würden beispielsweise Maschinengewehre mit Platzpatronen gar nicht funktionieren. Oft werde Mündungsfeuer heutzutage auch nur noch digital dargestellt.

Weitere tödliche Unfälle an Filmsets

Leider sind tragische Ereignisse an Filmsets wie bei „Rust“ keine Seltenheit, denn tödliche Unfälle hat es in der Geschichte Hollywoods immer mal wieder gegeben. Die bekanntesten sind:

„The Captive“

  • Schusswaffen-Unfälle lassen sich bis zu den Anfängen des Kinos zurückverfolgen. Im Jahr 1915 wurde der Statist Charles Chandler bei den Dreharbeiten zu Cecil B. DeMilles Stummfilm „The Captive“ durch einen Kopfschuss getötet. Zuvor hatten Soldaten mit scharfer Munition auf eine Tür geschossen, um die Szene realistischer zu machen. Dabei vergaßen sie eine scharfe Patrone in dem Gewehr.

„Unheimliche Schattenlichter“

  • Die Dreharbeiten für den Science-Fiction-Horrorfilm „Twilight Zone: The Movie“ wurden 1982 von einem grausamen Helikopterunfall überschattet. Bei einer nächtlichen Gefechtsszene wurde ein Hubschrauber von Pyrotechnik getroffen. Er stürzte auf Hauptdarsteller Vic Morrow, dieser wurde regelrecht geköpft. Zwei sechs- und siebenjährige vietnamesisch-stämmige Kinder, die als Statisten dabei waren, starben ebenfalls. Regisseur John Landis wurde später vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen.

„The Crow - Die Krähe“

  • Der US-Schauspieler Brandon Lee, eine Kampfsportlegende und Sohn von Bruce Lee, wurde 1993 am Set des Films „The Crow“ erschossen. Dieser Fall löste zahlreiche Verschwörungstheorien aus, wonach er von Gangstern aus Hongkong ermordet worden sein soll. Die Ermittler stellten jedoch fest, dass sein Tod auf Fahrlässigkeit zurückzuführen war: Ein Schauspieler hatte mit einer Waffe auf Lee geschossen, die eigentlich nur Platzpatronen enthalten sollte - in der Kammer befand sich jedoch eine scharfe Kugel. Der 28-jährige Lee erlag Stunden später seinen Verletzungen.

„Batman: The Dark Knight“

  • Über den Film „The Dark Knight“ kursierten Gerüchte über einen Fluch, nachdem 2007 der Stuntman Conway Wickliffe während einer Autoszene und der 28-jährige Darsteller des Bösewichts „Joker“, Heath Ledger, an einer Überdosis Drogen gestorben waren. Co-Star Morgan Freeman wurde bei einem Autounfall schwer verletzt, und „Batman“-Darsteller Christian Bale sah sich am Tag vor der britischen Premiere des Films mit Vorwürfen konfrontiert, seine Mutter und seine Schwester angegriffen zu haben.

„Jumper“

  • Bei den Dreharbeiten zu dem Science-Fiction-Film „Jumper“ mit Samuel L. Jackson wurde 2008 ein Set-Dekorateur von gefrorenem Sand, Erde und Eis getroffen, die bei einem Außendreh herunterfielen. Er war auf der Stelle tot. (sai/afp)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.