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Affenpocken-Alarm auf MallorcaNeun Infektionen nach Kontakt mit Deutschem gemeldet

Modell eines Virus mit dem Schriftzug Mpox

Mpox-Subtyp Klade 1 erstmals auf Balearen nachgewiesen (Symbolbild).

Auf den Balearen sorgt ein Affenpocken-Ausbruch für Unruhe.

Auf den Balearen herrscht helle Aufregung! Zum Ausklang des Jahres 2025 sorgte ein Affenpocken-Ausbruch für Wirbel, bei dem neun Erkrankungen gemeldet wurden. Die Ansteckungen ereigneten sich im Zeitraum von Ende November bis Dezember. Das Gesundheitsministerium der Balearen gibt aber Entwarnung: Die Situation sei inzwischen wieder im Griff, seit dem Jahreswechsel wurden keine weiteren Infektionen registriert. Ein Detail ist aber besonders brisant: Zum allerersten Mal wurde dort der Subtyp Klade 1 des Virus entdeckt. Genau diese Variante hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon 2024 dazu bewogen, den internationalen Gesundheitsnotstand zu erklären.

Die neun Infektionen, die zum Jahresende 2025 auffielen, betrafen Männer, die im Schnitt 37 Jahre alt sind und Geschlechtsverkehr mit anderen Männern hatten. Elena Esteban, die Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit, hebt hervor, dass sich sämtliche Patienten vollständig erholt haben und es keine ernsten Krankheitsverläufe gab. Das Zurückverfolgen der Kontaktpersonen erweist sich allerdings als kompliziert. Einer der ersten Infizierten mit dem Klade-1-Subtyp berichtete von sexuellem Kontakt zu jemandem aus Deutschland. Laut Esteban gibt es aber keine gesicherte Erkenntnis über den Infektionsherd, weil ein „großes Stigma“ die Ermittlungen behindere. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.

Elena Esteban stellt klar, dass die Entdeckung des neuen Subtyps keine größere Gefahr darstellt. „Aus epidemiologischer Sicht ist es wichtig, weil wir sie auf den Balearen bisher nicht gesehen hatten, aber die Schwere des Krankheitsverlaufs ist bei beiden Varianten ähnlich“, so die Generaldirektorin. Spannend ist auch: Bei einigen Erkrankten wurde der Klade-1-Subtyp gefunden, bei weiteren der Klade-2-Subtyp und teilweise sogar Infektionen mit beiden gleichzeitig.

Die Statistik offenbart eine abnehmende Tendenz gegenüber den Spitzenzeiten der Epidemie. Im Jahr 2022 wurden auf den Inseln noch 216 Infektionen registriert, wohingegen die Zahl 2023 auf 15 fiel und 2024 bei 16 lag. Für das komplette Jahr 2025 wurden 13 Fälle bestätigt, wobei neun davon auf das Infektionsgeschehen zum Jahresende entfielen. Die letzte Meldung eines Falls erfolgte am 22. Dezember, so der Stand vom 7. Januar.

Normalerweise handelt es sich bei den Affenpocken um eine Krankheit, die von allein ausheilt, was meistens zwei bis vier Wochen dauert. Zu den typischen Anfangsanzeichen gehören Fieber, Kopfweh, Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit. Nach ein paar Tagen treten Hautausschläge auf, die sich von Flecken über Bläschen bis hin zu Krusten verändern. Wie viele Hautveränderungen auftreten, kann sich von Fall zu Fall stark unterscheiden.

Eine Infektion erfordert nahen und unmittelbaren Körperkontakt, sei es durch die Hautausschläge, durch Körpersekrete oder auch durch geteilte Objekte wie zum Beispiel Kleidung. Aus diesem Grund appelliert die Gesundheitsbehörde zur Vorsorge, speziell bei Kontakten mit hohem Risiko. Der Gebrauch von Kondomen und eine Impfung werden nahegelegt. Esteban schließt mit den Worten: „Es ist wichtig, aufmerksam zu sein und vorzubeugen – aber ohne die Bevölkerung zu beunruhigen“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.