Abnehm-Spritze für nur 3 Euro? Das ist der wahre Preis.
Abnehm-Spritze für 3 Euro?Was diese Studie für Millionen bedeutet

Copyright: IMAGO / TT
Hände halten einen Injektionspen.
Eine Nachricht, die aufhorchen lässt: Die begehrten Abnehm-Medikamente wie Wegovy und Ozempic könnten für einen Spottpreis von nur 3 Dollar monatlich hergestellt werden. Diese Information geht aus einer frischen Untersuchung hervor und hat das Potenzial, das Leben von Millionen Menschen global zu revolutionieren. Vor allem in einkommensschwächeren Regionen, in denen die Schutzrechte für die Wirkstoffe demnächst enden, ist die Hoffnung groß.
Das Ausmaß ist unfassbar: Weltweit sind mehr als eine Milliarde Menschen von Adipositas betroffen. Die Zunahme in Ländern mit niedrigerem Einkommen ist besonders alarmierend. Semaglutid, der aktive Inhaltsstoff in der Diabetes-Injektion Ozempic und dem Gewichtsverlust-Präparat Wegovy, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits im September des vergangenen Jahres auf die Liste der unentbehrlichen Arzneimittel gesetzt. Ein riesiges Problem bleibt aber der extrem hohe Preis, der den Zugriff erschwert. Das berichtet „the Guardian“.
Neue Hoffnung für unzählige Betroffene
Die aktuelle Untersuchung, die als Pre-Print verfügbar ist, legt eine erstaunliche Kalkulation offen: Eine monatliche Dosis der Injektion könnte bei einer Massenfertigung nur 3 Dollar (entspricht circa 2,35 Pfund) in der Produktion kosten. Auch die neu entwickelte Tablettenform des Medikaments könnte für etwa 16 Dollar monatlich gefertigt werden. Einer der Verfasser, Dr. Andrew Hill von der Universität Liverpool, fasst die Bedeutung zusammen: „Diese niedrigen Preise öffnen die Tür zu einem weltweiten Zugang zu einem unentbehrlichen Medikament.“
Der entscheidende Punkt ist: Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die zentralen Patente für Semaglutid in zehn Nationen noch dieses Jahr ihre Gültigkeit verlieren. In Staaten wie Brasilien, China, Indien und Südafrika könnten somit ab dem 21. März preiswertere Generika den Markt erobern. Prof. François Venter von der Witwatersrand-Universität in Johannesburg stellt eine beeindruckende Parallele her: „Medikamente zur Behandlung von HIV, TB, Malaria und Hepatitis sind in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu Preisen nahe den Produktionskosten erhältlich, was Millionen von Leben rettet [...]. Wir können diese medizinische Erfolgsgeschichte für Semaglutid wiederholen.“
Fachleute sprechen von gewaltiger Möglichkeit
Dr. Nomathemba Chandiwana von der Desmond Tutu Health Foundation in Südafrika, die an der Untersuchung nicht mitwirkte, nennt die Analyse „sehr bedeutsam“. Laut ihrer Aussage kommen nach Hochrechnungen etwa 27 Prozent aller Erwachsenen auf der Welt für eine Therapie mit Wirkstoffen wie Semaglutid in Betracht. „Und wichtig ist, dass die meisten von ihnen in [Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen] leben, wo der Zugang zu diesen Medikamenten extrem begrenzt ist“, betont die Spezialistin.
Adipositas steht im Zusammenhang mit zahlreichen weiteren Leiden, darunter Herzkrankheiten, Diabetes, Schlaganfälle und Krebs. Pro Jahr verlieren 3,7 Millionen Menschen ihr Leben aufgrund der Konsequenzen von Übergewicht. Die Anzahl der an Diabetes leidenden Personen ist ebenfalls dramatisch gestiegen: von 200 Millionen (1990) auf 830 Millionen (2022). Den stärksten Anstieg verzeichneten dabei einkommensschwächere Nationen.
Ein Blick auf die aktuellen Preise zeigt den Unterschied: In den Vereinigten Staaten belaufen sich die Kosten für eine Monatsration Semaglutid auf circa 200 Dollar, im Vereinigten Königreich auf 120 Pfund. In diesen Regionen und auch in Festlandeuropa enden die Schutzrechte erst in fünf Jahren. Die Kalkulationen der Untersuchung stützen sich auf Versanddaten für wesentliche Wirkstoffkomponenten, die aus 2024 und 2025 stammen. Sie mahnt jedoch auch, dass preiswerte Arzneien für sich genommen nicht die grundlegenden Treiber von Adipositas wie Armut und unsichere Lebensmittelversorgung lösen können. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

