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Er wollte in den Profi-FußballAaron (18) legt sich ins Bett – wenig später ist er tot

In Gedenken an Aaron Mills haben Bekannte und Freunde auf einem Trikot unterschrieben.

Copyright: Away Day Tours

In Gedenken an Aaron Mills haben Bekannte und Freunde auf einem Trikot unterschrieben.

Aktualisiert

Der 18-jährige Aaron Mills legt sich krank ins Bett – und wacht nie wieder auf. In Großbritannien sorgt seine Geschichte für große Trauer. Sein Vater hofft nun, anderen Menschen damit zu helfen.

Aaron Mills (18) saß schniefend auf dem Sofa und zitterte am ganzen Körper. Er hatte sich mit seinen Eltern und seiner Schwester einen Film angesehen, als es ihm plötzlich immer schlechter ging.

Der britische Nachwuchs-Kicker, der beim Amateurverein Kidderminster Lions FC spielte, hatte gerade sein Studium begonnen. Seine Eltern dachten zunächst, er habe eine „Erstsemester-Grippe“ aus der Uni mit nach Hause gebracht – nicht untypisch. Aaron nahm ein paar Paracetamol, ging ins Bett – wenig später war er tot.

„Ich ging in sein Zimmer und er reagierte nicht“

Anthony Mills, der Vater von Aaron, spricht gegenüber der britischen „Sun“ über den tragischen Tod seines gerade einmal 18-jährigen Sohnes. „30 Minuten später hörte ich, wie er in seinem Zimmer stöhnte. Ich ging hinein und er reagierte nicht“, erklärt der Vater. „Die Rettungssanitäter waren schnell vor Ort, behandelten ihn sofort und brachten Aaron umgehend ins Krankenhaus von Worcester.“ Diagnose: Meningitis – eine Hirnhautentzündung.

Die Ärzte hätten versucht, den Druck auf sein Gehirn zu lindern. Erfolglos. Das Gehirn sei bereits zu stark angeschwollen, so der Vater. Wenige Tage später war er tot. 

„Die Auswirkungen auf Familie und Freunde sind entsetzlich“

„Die Auswirkungen auf Familie und Freunde sind entsetzlich. Der Schmerz ist unerträglich. Aarons jüngere Schwester Casey hatte am selben Tag Geburtstag wie er, sie war nur zwei Jahre jünger. Sie verband eine unglaublich enge Beziehung“, so der Vater.

Aaron hatte gerade sein Studium im Fachbereich Wissenschaft und Fußball an der John Moores University in Liverpool begonnen. Er sei auf dem besten Weg gewesen, seinen Traum von einer Karriere im Profifußball zu verwirklichen.

Aarons Verein Kidderminster Lions hat bei einem Spiel seinem viel zu jung verstorbenen Vereinsmitglied gedacht, es gab minutenlangen Applaus als Zeichen des Respekts. Freunde und Bekannte unterschrieben auf einem Trikot, das seinen Namen trägt. „Asbo“, wie er im Verein genannt wurde, habe allen „Lachen, Energie und Freundlichkeit“ gebracht, heißt es. „Er wird von allen, die ihn kannten, vermisst.“

Auch die gemeinnützige Organisation „Meningitis Now“ macht nun auf den Fall aufmerksam. „Das Beunruhigende an der ganzen Sache ist, dass wir dachten, Aaron sei vollständig gegen Meningitis geimpft“, erklärte Vater Anthony. Aaron habe eine Meningitis vom Typ B gehabt, die durch Viren ausgelöst wird. „Und wie wir später herausfanden, deckten seine Impfungen diese Krankheit nicht ab.“

Laut der Organisation handele es sich nicht um einen Einzelfall, in Großbritannien gibt es mehrere Kampagnen, die entsprechende Impfstoffe an Risikogruppen und Studienanfänger verteilen. 

Meningokokken B sind in der Regel vor allem für Babys und Kleinkinder gefährlich. Die Impfung in Deutschland dagegen wird erst seit Kurzem von der Stiko empfohlen, vor allem für Risikogruppen, etwa für Menschen mit einer Störung des Immunsystems. Oder für Schüler und Studenten vor Auslandsaufenthalten in Länder mit einer Impfempfehlung,

Aarons Vater hofft nun, mit der tragischen Geschichte seines Sohnes anderen Menschen zu helfen. Die ersten Anzeichen einer Meningitis ähneln oft denen einer Grippe, so wie bei Aaron. Typisch sind starke Kopfschmerzen, Fieber oder Abgeschlagenheit. „Ich wünschte, ich hätte das früher gewusst“, so Aarons Vater. (mg)

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