Protest gegen Corona-Politik Ermittlungen nach Auftritt von Jens Spahn in Wuppertal

Jens Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) trat am Montag (24. August) in Wuppertal auf. Jetzt hat die Polizei Ermittlungen gegen Demonstranten eingeleitet. Das Foto wurde im August 2020 in Kiel aufgenommen.

Wuppertal – Die Polizei ermittelt gegen eine Frau (22) und einen Mann (29), die einen Auftritt von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Wuppertal gestört haben sollen.

Die beiden hätten am Montag (24. August) das Auto Spahns blockiert und seien wegen Nötigung angezeigt worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch (26. August) der dpa.

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Die Behörden ermitteln auch wegen einer nicht angemeldeten Versammlung gegen Unbekannt: Laut Polizei hatten sich zunächst rund 20, später etwa 50 Menschen eingefunden, die lautstark gegen Spahns Corona-Politik protestierten. Sie hatten den Angaben zufolge wie bei einer normalen Demo ein Megafon und Trillerpfeifen dabei.

Auch die Wuppertaler CDU, die Spahn eingeladen hatte, hat Anzeige erstattet. Laut Polizei wegen aller in Frage kommenden Delikte. Die CDU kündigte zudem an, mit dem Polizeipräsidenten „in Kürze über Fragen des Personenschutzes bei Veranstaltungen wie dieser Gespräche führen zu wollen.“

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Tatsächlich bereitet die Polizei ihren Einsatz zurzeit selbst auf: Es seien zunächst nur zwei Beamte vor Ort gewesen, so der Sprecher der Behörde am Mittwoch – zudem Mitarbeiter des Ordnungsamts und Spahns Personenschützer. Auch wenn es keine direkte Gefährdung für Spahn gegeben habe, werde man künftig mehr Kräfte einsetzen. Verletzt wurde nach Erkenntnissen der Polizei auch sonst niemand.

Auf Internetvideos ist zu sehen, wie Spahn unter anderem lautstark beschimpft wird. Laut „WZ“ sagte der Minister, „dass der eine den anderen niederbrüllt, ist nicht die Art der Diskussion, die uns am Ende weiterbringt.“ Der eigentlich auf einem Platz geplante Auftritt wurde letztlich in ein nahes CDU-Büro verlegt. (dpa)

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