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Winterdienste im DauereinsatzGlatteis-Lage aktuell: Unfälle, Warnung für Teile von NRW aufgehoben

Aktualisiert

Die neue Woche startet mit Glatteis. In Teilen von NRW gibt es erste Verkehrsbehinderungen. Winterdienste sind im Dauereinsatz. 

Der Start in die neue Woche beginnt rutschig. Das angekündigte Unwetter mit Glatteis führt in Teilen Nordrhein-Westfalens zu ersten Verkehrsbehinderungen. Der ADAC warnt: Wer kann, sollte auf unnötige Autofahrten verzichten.

Tückisch sei vor allem Blitzeis. Allerdings ist bislang glücklicherweise das ganz große Rutschen ausgeblieben. Die Polizei lobte das vorsichtige und umsichtige Fahren der Verkehrsteilnehmer.

Erste Unfälle und Staus auf Autobahnen

Während es im Rheinland relativ störungsfrei rollt, geht es auf den Autobahnen A4 und A45 im Oberbergischen Land und im Sauerland teilweise nur sehr langsam voran. Schwere Unfälle gab es nach Angaben der Polizei zunächst aber nicht. „Alle fahren vorsichtig“, teilte etwa die Polizei im Kreis Siegen-Wittgenstein mit.

Auch auf der A3 von Siegburg in Richtung Rheinland-Pfalz geht es auf den Autobahnen teilweise nur sehr langsam voran, wie auf dem Informationsportal des NRW-Verkehrsministeriums zu sehen ist.

Erste witterungsbedingte Unfälle gab es laut WDR-Verkehrsstudio auf der A448 in Bochum, der A46 bei Iserlohn, auf der A4 bei Overath sowie auf der A3 zwischen dem Siebengebirge und Lohmar in Fahrtrichtung Köln. Berichte über Verletzte gibt es nicht. Offenbar blieb es bei Blechschäden.

Landesweit sind die Winterdienste im Dauereinsatz. Dadurch seien die Straßen weitgehend gut zu befahren, berichtete ein dpa-Reporter aus dem Ruhrgebiet.

Amtliche Warnung für Teile von NRW aufgehoben

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für ganz Nordrhein-Westfalen die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis ausgegeben.

Die Warnung wurde gegen 8.00 Uhr für Teile Nordrhein-Westfalens wieder aufgehoben. Vom Niederrhein bis nach Düsseldorf, Duisburg und Essen besteht nach Einschätzung der Meteorologen keine große Gefahr mehr durch überfrierende Nässe.

Für die übrigen Teile von NRW wird weiter bis 10.00 Uhr mit der zweithöchsten Warnstufe vor glatten Straßen gewarnt. In Ostwestfalen könne es sogar bis 13.00 Uhr noch gefährlich glatt werden, schreibt der DWD.

Über die großen Ballungsgebiete in Nordrhein-Westfalen war die gefährliche Warmfront bereits in der Nacht hinweggezogen, als auf den Straßen noch fast nichts los war. In Köln, Düsseldorf und Duisburg gab es den stärksten Regen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegen 3.00 Uhr.

Die Winterdienste waren im Großeinsatz. Man habe in mehreren Schichten die ganze Nacht hindurch vorbeugend Salz gestreut, teilten die für den Winterdienst in Köln zuständigen Abfallwirtschaftsbetriebe mit. So sollte verhindert werden, dass sich auf den Hauptverkehrsstraßen der Domstadt Glatteis bildet.

Frust bei Eltern nach Schulschließung groß

Die Straßen sind weitgehend gut geräumt, doch Fußgänger und Fußgängerinnen kämpfen vielerorts mit spiegelglatten Gehwegen. Vorsicht ist geboten.

Spiegelglattes Eis vor dem Eingang zur Gesamtschule-Süd in Duisburg.

Spiegelglattes Eis vor dem Eingang zur Gesamtschule-Süd in Duisburg.

Schulen bleiben daher geschlossen. Sehr zum Verdruss der Eltern. Auf Basis der Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hatte sich das Schulministerium zur Schließung aller Schulen entschlossen. Stattdessen findet Distanzunterricht statt. Für berufstätige Eltern eine Herausforderung.

Es werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die Landesregierung mit. Einen extra Tag Ferien gibt es für die Schülerinnen und Schüler deshalb aber nicht: „Es ist kein schulfrei – die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten“, betonte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im WDR.

Bahn geht nicht von größeren Problemen aus

Die Deutsche Bahn rechnet für Montag trotz der Warnungen nur mit kleineren Einschränkungen durch den gefrierenden Regen. Dennoch habe man „vorsorglich die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf einzelnen Schnellfahrstrecken reduziert“, heißt es auf der Website der Bahn.

Es sei aber nicht davon auszugehen, dass es erneut so große Probleme wie am Freitag und Samstag geben könnte, sagte der Chef des für die Infrastruktur zuständigen Bahn-Unternehmens DB InfraGo, Philipp Nagl. Am Montag seien aber noch Einschränkungen im Zugverkehr im Norden Deutschlands möglich.

Schneefall und Glatteis führt zu Behinderungen am Frankfurter Flughafen

Am Flughäfen Köln/Bonn und Flughafen Düsseldorf läuft der Betrieb bislang störungsfrei. Anders in Frankfurt. Am Frankfurter Flughafen sind am Morgen angesichts von Schneefall und Glatteiswarnungen zahlreiche Flüge gestrichen worden. Von den im Tagesverlauf geplanten 1052 Flügen seien 98 annulliert, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport der Deutschen Presse-Agentur, die Zahl könne im Tagesverlauf noch steigen.

Der Flughafen starte mit einem „angespannten Winterbetrieb“ in den Tag, man rechne mit erheblichen Beeinträchtigungen. Der große Winterdienst sei im Einsatz, auch das Rollfeld müsse geräumt werden. Auf den Parkpositionen der Flugzeuge seien 34 Fahrzeuge zur Enteisung der Maschinen im Einsatz.

Die Passagiere würden dringend gebeten, rechtzeitig vor ihrer Reise ihren Flugstatus zu prüfen, für die Anreise entsprechend der Wetterlage mehr Zeit einzuplanen. Zudem sollten sie mindestens drei Stunden vor Abflug am Terminal am Frankfurter Flughafen sein, so die Sprecherin. (dpa)