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Ministerin betont„Es ist kein schulfrei – Schüler müssen arbeiten“

Aktualisiert

Wegen der Warnung vor Glatteis auf den Straßen bleiben die Schulen in Nordrhein-Westfalen zwar landesweit geschlossen.

Die Entscheidung der Landesregierung, die Schulen in Nordrhein-Westfalen wegen der Warnung vor Glatteis zu schließen, stößt bei Eltern auf gemischte Gefühle.

Viele Familien müssen kurzfristig eine Betreuung organisieren.  Schülerinnen und Schüler, die trotz der Anordnung in die Schulen kommen, sollen dort eine angemessene Betreuung erhalten. Hinweise dazu gäbe es bei den jeweiligen Schulen, heißt es. 

„Es ist kein schulfrei – Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor gemahnt, es gebe für Montagmorgen in ganz Nordrhein-Westfalen wie auch in anderen Bundesländern „hohes Unwetterpotenzial“ durch gefrierenden Regen.

Einen extra Tag Ferien gibt es deshalb für die Schüler und Schülerinnen aber nicht: „Es ist kein schulfrei – die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten“, betonte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) im WDR.

Die Klassen seien lediglich in den Distanzunterricht geschickt worden, damit sich niemand auf dem womöglich gefährlichen Schulweg verletze. Lehrer könnten ihren Unterricht entweder per Video anbieten oder den Kindern und Jugendlichen Arbeitsmaterial zuschicken.

„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“ hatte Feller am Sonntag zur Begründung für den landesweiten Distanzunterricht gesagt.

Kritik an dieser Entscheidung kam von der oppositionellen FDP. „Haben wir nicht aus der Pandemie gelernt? Was ist mit milderen Mitteln? Ausfall der ersten Stunde? Regulärer Unterricht ohne Präsenzpflicht statt Notbetreuung?“, schrieb FDP-Landeschef Henning Höne im Kurznachrichtendienst X. „Sicherheit geht vor. Aber Schulen werden in Deutschland zu schnell geschlossen“, argumentierte er. „Es leiden Schüler und Familien.“ (dpa)