Polizei drohte Lkw-Demo sollte Kölner Autobahnen lahmlegen – dann gab es eine Änderung

Lkw fahren als Demo durch Köln.

Die Lkw-Demo am frühen Nachmittag (16. März 2022) in Köln. Eine Blockade der Autobahnen rund um Köln gab es nicht.

Für Mittwoch hatten Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer angekündigt, das Autobahnnetz in NRW mit einer Protestaktion nahezu zum Erliegen zu bringen. Doch kurz vor dem Start gab es eine Änderung.

Aufgebrachte Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer wollten am Mittwoch (16. März) das Autobahn-Netz in NRW für einige Stunden lahmlegen. Das ganz große Verkehrschaos blieb zum Glück aus.

Mit der Demo wollten sie ein Zeichen gegen die rasant steigenden Spritpreise und die massiven Auswirkungen auf ihre Branche setzen.

Lkw-Fahrer wollten NRW-Autobahnen blockieren – daraus wird nichts

Wie der WDR zuerst berichtete, sollten bei der Aktion rund 50 Lastwagen gegen 14 Uhr auf verschiedenen Autobahnen anhalten und einfach stehen bleiben. Auf der A3 und der A4 im Sauerland, dazu auf der A61 und der A1 bei Dortmund. Unter anderem sollte auch das Dreieck Heumar in Köln blockiert werden. Kurz vor dem Start gab es eine Änderung und die Demo fiel erheblich kleiner aus.

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Wie Radio Köln berichtet, habe es eine eindringliche Ansprache der Polizei an die Organisatoren gegeben. Folge: Der Lkw-Korso fuhr von Poll über die Severinsbrücke zu den Ringen – dann über den Ebertplatz zum Rheinufer und entlang der Rheinufer-Straße in Richtung Rodenkirchen. Die Demo löste sich gegen 16 Uhr auf.

Auf den Kölner Autobahnen gab es keine Protestaktionen. Die Pendler wurden verschont.

Grundsätzlich seien Versammlungen auf der Autobahn wegen der hohen Unfallgefahr verboten. Man habe „dem Initiator eine Gefährderansprache erteilt“, hieß es von der Polizei. Teilnehmern und Teilnehmerinnen dieser Aktion drohten Ordnungswidrigkeiten- oder Strafanzeigen.

Derweil haben Lkw-Fahrer und -Fahrerinnen gegen 14 Uhr auf mindestens zwei Autobahnen in NRW den Verkehr blockiert. Auf der A2 bei Dortmund bremsten laut Polizei drei Laster den Verkehr auf Schrittgeschwindigkeit aus. Dann fuhren sie weiter. Die Polizei ermittelt laut einem Sprecher wegen Nötigung. Bei Gelsenkirchen versperrten nach Angaben der Polizei drei Lkw die A42.

Der Grund für den Ärger der Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer: Die Preise für Benzin und Diesel. An steigende Kosten haben sich die Spediteure und Spediteurinnen längst gewöhnt, doch der massive Anstieg seit Beginn des Ukraine-Kriegs auf Preise bis zu 2,50 Euro pro Liter hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

Hohe Benzin- und Dieselpreise sorgen für Protest auf Autobahnen

„Die bedrohen Existenzen, zerstören Familien“, sagte Gerd Fischer gegenüber dem WDR. Er ist ein Spediteur aus Bergisch Gladbach, der die Aktion mit organisiert. Und überhaupt: Die Regierung finde „immer wieder neue Vorwände, um die Preise zu erhöhen.“ Darum müsse man den Mund aufmachen. Auf 1,30 Euro pro Liter soll der Dieselpreis gesenkt werden, dazu auch die CO2-Steuer runter.

Sollte die Aktion am Mittwoch keine Wirkung zeigen, sind bereits die nächsten Proteste geplant – gegebenenfalls am Samstag (19. März) oder Montag (21. März).

Bereits am Samstag (12. März) war es in Köln zu einer großen Protestaktion gekommen. Betroffen war vor allem der Bereich Zoobrücke und Köln-Deutz. Durch die Stadt gefahren waren die Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer allerdings nicht.

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