Heftige Auseinandersetzung in der S6 zwischen Düsseldorf und Essen: Bei einer Massenrangelei floss Blut.
Schlägerei in der S6Situation nach Reizgas-Attacke und Flaschenwurf außer Kontrolle

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In einer S-Bahn zwischen Düsseldorf und Essen kam es zu einer handfesten Auseinandersetzung. (Symbolfoto)
Wilde Szenen am Sonntagmorgen (25. Oktober). In einer S-Bahn zwischen Düsseldorf und Essen kam es zu einer handfesten Auseinandersetzung. Gegen 4.15 Uhr wurde das Bundespolizeirevier Essen über die Schlägerei in der Linie S6 informiert.
Eine Streife der Bundespolizei eilte sofort zum Haltepunkt Essen-Süd, wo die Bahn gestoppt hatte. Was sich zuvor im Waggon abgespielt hatte, glich einem regelrechten Chaos.
Tritte und Reizgas lösen Massenrangelei in der S6 aus
Nach ersten Aussagen von Zeugen und Zeuginnen war eine Gruppe Jugendlicher während der Fahrt zunächst in einen verbalen Streit geraten. Doch die Stimmung heizte sich immer weiter auf – bis die Situation völlig außer Kontrolle geriet.
Im Verlauf des Zoffs soll ein 19-jähriger Deutscher aus Düsseldorf eine 20-jährige Italienerin aus Herne getreten haben. Die junge Frau ließ sich das nicht gefallen: Sie trat zurück und sprühte dem 19-Jährigen Reizgas ins Gesicht.
Das war der Auslöser für eine völlig unübersichtliche Massenrangelei im Zugabteil. Mitten in diesem Tumult warf ein bislang unbekannter Täter oder eine unbekannte Täterin plötzlich eine Glasflasche.
Bitter: Das Wurfgeschoss traf einen völlig unbeteiligten Reisenden am Kopf. Der Mann wurde verletzt und musste nach einer Erstversorgung vor Ort mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.
Hauptaggressoren kannten sich offenbar schon vorher
Die Polizisten und Polizistinnen konnten die Beteiligten dank einer Personenbeschreibung noch vor Ort antreffen und belehren. Die 20-jährige Hernerin, die selbst unverletzt geblieben war, gab die Tritte gegen sie sowie den anschließenden Einsatz des Reizgases zu. Laut einem Zeugen kannten sich die beiden Streithähne bereits vor der Fahrt.
Gegen die 20-Jährige wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und gegen den 19-Jährigen wegen Körperverletzung ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften beide ihren Weg fortsetzen.
Um die Person zu finden, die mit der Flasche geworfen hat, wertet die Bundespolizei nun die Videoaufnahmen aus der S-Bahn aus. Auch hier läuft ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. (red)
