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Erste Polizei-Bilanz„Car-Freitag“ in NRW: Dutzende Autos stillgelegt

Einsatzkräfte der Polizei kontrollieren am sogenannten Car-Freitag an der Rappbodetalsperre Fahrzeuge. Traditionell trifft sich Tuningszene am sogenannten Car-Freitag an der Rappbodetalsperre.

Copyright: Matthias Bein/dpa

Deutschlandweit kontrollierten Einsatzkräfte der Polizei am sogenannten Car-Freitag die Tuningszene. Das Foto zeigt eine Kontrolle in Sachsen-Anhalt.

Aktualisiert:

Der „Car-Freitag“ hat sich als Feiertag der Tuning-Szene etabliert. Regelmäßig trfennen sich Auto-Poser. Ebenso regelmäßig zieht die Polizei dutzende Fahrzeuge aus dem Verkeht.

In der Tuning-Szene ist der „Car-Freitag“ im Kalender fest markiert. Deutschlandweit trifft sich sich die Auto-Tuner-Szene. Auch in Nordrhein-Westfalen versammelten sich am 3. April 2026 wieder zahlreiche Motor-Fans.

Ebenfalls immer dabei: die Polizei. Und die Beamten und Beamtinnen machten erneut fette Beute. Dutzende Fahrzeuge wurden aus dem Verkehr gezogen.

Polizei: Keine „Car-Freitag“-Einsätze in Köln

Während die Kölner Polizei am Morgen gegenüber EXPRESS.de keine Einsätze in Sachen „Car-Freitag“ vermeldet, ging es andernorts zur Sache.

In Jüchen (Rhein-Kreis Neuss) wurden gezielte Kontrollen in der Tuner- und Poserszene durchgeführt. Im Laufe des Einsatzes kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 67 Fahrzeuge sowie 82 Personen. Dabei stellten sie 48 Verkehrsverstöße fest.

Die Polizei kontrollierte am sogenannten „Car-Freitag“ in Jüchen zahlreiche getunte Fahrzeuge.

Copyright: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss

Die Polizei kontrollierte am sogenannten „Car-Freitag“ in Jüchen zahlreiche getunte Fahrzeuge.

Der Großteil der Verstöße, nämlich 39, betraf unerlaubte technische Veränderungen an den Fahrzeugen. Für zwölf Autos war die Fahrt nach der Kontrolle direkt beendet.

Diese Fahrzeuge wurden sichergestellt und werden nun von Sachverständigen genau unter die Lupe genommen. „Neben möglichen Bußgeldern müssen die Verantwortlichen mit zusätzlichen Kosten für Gutachten und Abschleppmaßnahmen rechnen“, so die Polizei. Die Umbauten müssen zudem zurückgebaut werden.

Auch im Kreis Viersen rückten Tuner und Poser in den Fokus. Dabei wurden 82 Geschwindigkeitsverstöße und 25 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt, von denen fünf einen klaren Bezug zur Tuningszene hatten.

Junger Fahrer will sich aus dem Staub machen – gefasst

Es wurden sieben Strafanzeigen geschrieben, unter anderem wegen Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Insgesamt wurden 150 Fahrzeuge kontrolliert.

Im Zuge der Kontrollen wollten Einsatzkräfte einen 20-Jährigen aus Willich anhalten. Sie gaben ihm in einem Kreisverkehr nahe dem Stahlwerk Becker Anhalte-Signale, denen der junge Fahrer zunächst auch folgte. Doch dann wollte er sich in Richtung Anrather Straße aus dem Staub machen. Letztendlich konnten die Einsatzkräfte das Fahrzeug in der Hanns-Martin-Straße auffinden.

Drei junge Männer standen um den Wagen. Zunächst behauptete einer von ihnen, gefahren zu sein. Als kurz darauf jedoch der eigentliche Fahrer zugab, gefahren zu sein, wurde den Beamten schnell klar, warum: Der 20-Jährige besitzt keine gültige Fahrerlaubnis und hatte den Wagen unwissentlich von seinem Vater genommen.

Martin Peiffer, Einsatzleiter und Leiter der Direktion Verkehr, zeigte sich sichtlich zufrieden auf den heutigen Car-Freitag-Einsatz zurück: „Durch unsere sichtbare Präsenz konnten wir nicht angemeldete Treffen verhindern. Angesichts der festgestellten Verstöße zeigt sich aber, wie wichtig solche Kontrollen sind.“

Im Kreis Wesel spricht die Polizei von einem vergleichsweise ruhigen Abend. Dabei bekamen 321 Fahrzeugführer ein Verwarngeld, weil sie bis zu 20 Kilometer pro Stunde über der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs waren. 17 Fahrerinnen und Fahrer waren mit mehr als 21 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit unterwegs. Sie bekommen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. In vier Fällen führte dies zu Fahrverboten.

53 Verwarngelder wurden ausgesprochen, weil zum Beispiel der Gurt nicht angelegt war. Hinzu kommen 24 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, weil hinter dem Steuer mit dem Handy telefoniert oder eine Ampel „bei rot“ überfahren wurden.

In Neukirchen-Vluyn hielt die Polizei einen Rollerfahrer an, der ohne gültiges Versicherungszeichen unterwegs war. Der Fahrer konnte auch keine gültige Fahrerlaubnis vorlegen.

Die Polizei appelliert unter dem Motto „Sicheres Tuning bremst den Spaß nicht aus“ an alle Autofahrer und Autofahrerinnen, sich an die gesetzlichen Vorschriften zu halten. Kontrollen dieser Art sollen auch in Zukunft stattfinden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Polizisten stehen auf einem Bahnsteig im Bahnhof Siegburg, auf dem ein ICE der Deutschen Bahn steht. Ein Mann hat laut Bundespolizei in einem ICE in Nordrhein-Westfalen mit einem Anschlag gedroht und mehrere Menschen leicht verletzt.

Sprengsätze im ICE

20-Jähriger soll Anschlag angekündigt haben