„Zerstörung immens“ NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart nach Flut mit klarer Forderung 

Bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung einer neuen NRW-Tourismuskampagne steht Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart an einem Mikrofon.

NRWs Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, hier am 7. Juli, besuchte am Freitag (8. August) das Hochwasser-Krisengebiet in Ahrweiler. 

Nach der schweren Flut-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz fordern beide Länder schnelle Aufbauhilfen des Bundes. NRWs Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart und seine rheinland-pfälzische Kollegin Daniela Schmitt sprachen sich für Aufbaufonds aus. 

Dernau. Nach der schweren Flut-Katastrophe fordern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine schnelle Aufbauhilfe des Bundes gefordert, damit die regionale Wirtschaft wieder in Gang gebracht werden kann. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt sagte am Freitag (6. August) nach einem Treffen mit ihrem NRW-Kollegen Andreas Pinkwart (beide FDP) in Dernau (Kreis Ahrweiler), es sei für den Wiederaufbau enorm wichtig, die Wirtschaft vor Ort schnell wieder zum Laufen zu bringen.

„Es geht darum, Betriebe zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern und den Wiederaufbau auch gemeinsam mit der Kraft der Unternehmen vor Ort zu stemmen“, so Schmitt.

Flut-Katastrophe: Schäden in beiden Bundesländern groß

Bei der Flut-Katastrophe in NRW und RLP sei es zu verheerenderen Schäden gekommen: „Die Zerstörungen in Industrie und Handwerk, im Einzelhandel, bei Hotels und Gaststätten, in Landwirtschaft und Weinbau sind immens“, erläuterten beide in einer gemeinsamen Erklärung nach einem Austausch mit Unternehmen im Katastrophengebiet.

Umso wichtiger seien jetzt „rasche, gemeinsame, solidarische und belastbare Entscheidungen von Bund und Ländern mit dem Ziel, die Unternehmen in den betroffenen Regionen zu unterstützen“.

Flut-Katastrophe: Pinkwart und Schmitt  für Aufbaufonds

In einem Zehn-Punkte-Papier sprachen sich Schmitt und Pinkwart für einen mehrjährigen Aufbaufonds aus, der in beiden Ländern Planungssicherheit gebe. Der Bundesanteil an den Hilfen sollte mindestens 50 Prozent betragen.

Beide vereinbarten eine enge Abstimmung und nahmen sich „weitgehend übereinstimmende Richtlinien für die Aufbauhilfe für die Unternehmen in beiden Ländern“ vor. Zur Überbrückung einer möglichen Lücke bis zur Auszahlung von Aufbauhilfen für betroffene Unternehmen solle es zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen geben.

„Die Hochwasserkatastrophe hat beispielloses Leid verursacht und tausende Unternehmen in beiden Ländern hart getroffen“, erklärte Pinkwart. Beide Landesregierungen wollten alle Instrumente nutzen und Kräfte mobilisieren, um den Wiederaufbau zu schaffen. (dpa/cw)

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