Hohe Strafen drohen Impfpass-Fälschungen in NRW: So viele Fälle gab es in den vergangenen Monaten

Bei der Kriminalpolizeiinspektion liegen Impfpässe unter einer Lupe.

Impfpässe dienen momentan während der Corona-Pandemie aufgrund der 2G-Regelungen als Eintrittskarte in Restaurants, Bars, Kinos und so weiter. Das ruft Fälscher auf den Plan – denen droht jedoch eine hohe Strafe. Das Symbolfoto wurde am 17. Januar 2022 im bayrischen Dillingen aufgenommen.

In Nordrhein-Westfalen ist es in den vergangenen Monaten zu vielen Fälschungen von Impfpässen gekommen. Den Tätern und Täterinnen drohen hohe Strafen.

In Nordrhein-Westfalen sind seit November über 2600 Fälle von gefälschten Impfnachweisen bekannt geworden. Das erklärte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag (12. Februar 2022).

„Impfpässe sind in der Pandemie zur Eintrittskarte in die Freiheit geworden – deshalb sind sie gerade bei denen beliebt, die sich nicht impfen lassen wollen.“ Das Angebot gefälschter Dokumente sei dementsprechend auf dem Schwarzmarkt gestiegen. Impfpassfälschungen seien keine „Bagatellen“ und müssten von der Polizei in NRW konsequent verfolgt werden.

NRW: Impfpass-Razzia in Krefeld – acht Wohnungen und ein Ladenlokal durchsucht

Erst am Dienstag (8. Februar) hatte die Krefelder Polizei bei einer Razzia gegen mutmaßliche Impfpassfälscher Impfausweise, Handys, Laptops und Festplatten beschlagnahmt. Das Beweismaterial werde nun mit der Staatsanwaltschaft ausgewertet, sagte eine Sprecherin am Freitag.

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Bei der Razzia waren acht Wohnungen und ein Ladenlokal durchsucht worden, festgenommen wurde niemand. Seit Dezember laufen in Krefeld 93 Ermittlungsverfahren wegen gefälschten Impfpässen. Dabei gehe es sowohl um Verkäufer als auch um Nutzer.

NRW: Impfpass-Fälschern droht harte Strafe

Laut Oberstaatsanwalt Axel Stahl drohen den Besitzern von gefälschten Impfpässen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. „Den Menschen muss einfach bewusst sein, dass die Benutzung eines gefälschten Impfpasses eine Straftat ist“, sagte der Staatsanwalt am Freitag.

Ein spezielles Täterprofil für Nutzer und Fälscher gebe es nicht, erklärte eine Polizeisprecherin. „Das kann auch der Nachbar von nebenan sein.“ Die Beamten seien bei der Suche nach den Besitzern auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. (nb/dpa)

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