Maskenpausen, Hitzefrei Das müssen Schüler zum Schulstart in NRW wissen

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Schülerinnen stehen am 1. Schultag nach den Sommerferien an der Städtischen Gesamtschule in Warendorf auf dem Schulhof.

Düsseldorf – Hitze, Maske, Schwitzen: Der Schulstart in Nordrhein-Westfalen wird für rund 2,5 Millionen Schüler und mehr als 200.000 Lehrer an diesem Mittwoch zur Belastungsprobe.

  • Das wird ein denkwürdiger Start ins neue Schuljahr
  • Wegen der Corona-Pandemie müssen Tausende Schüler in NRW bei Sommerhitze Masken im Unterricht tragen
  • Wenigstens gibt es noch Hitzefrei

Landesweit kehren die 5.500 Schulen nach monatelanger coronabedingter Zwangspause in den Regelbetrieb zurück. Zum Start des neuen Schuljahres unter Pandemie- und Hitze-Bedingungen forderte das Schulministerium die Schulen auf, „Maskenpausen“ zu organisieren. Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) lockerte zudem die Hitzefrei-Regelungen.

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Armin Laschet verteidigt Maskenpflicht für Schüler

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verteidigte die Maskenpflicht im Unterricht. Gerade in der jetzigen Phase, in der viele Menschen von Reisen zurückkehrten, müsse man vorsichtig sein. „Die Pandemie ist längst noch nicht vorbei“, sagte Laschet.

„Wenn sich das Geschehen normalisiert, dann können wir auch schnell wieder von dieser Pflicht Abstand nehmen.“

Alle 16 Bundesländer wollten Schüler wieder in die Schulen schicken, betonte der Regierungschef. Es werde immer wieder Fälle geben, bei denen auch in Schulen oder Kitas Infektionen aufträten. Dann müsse „zielgerichtet“ verhindert werden, dass sich das Virus ausbreite.

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  • DIGITALISIERUNG

Laut den Ergebnissen kommen in den teilnehmenden NRW-Kommunen im Schnitt auf 30 Schülerinnen und Schüler ein Laptop und auf knapp 13 Schüler ein Tablet. Die Versorgung mit schnellem Internet sei regional sehr unterschiedlich. Im Schnitt habe nur jede dritte Schule einen Glasfaseranschluss.

Gebauer sagte, dass einige Kommunen wie Paderborn, Düsseldorf oder Köln „gute Arbeit“ bei der Digitalisierung der Schulen geleistet hätten, während es in anderen „noch Nachholbedarf“ gebe. Sie verwies auf das Landesprogramm in Höhe von rund 350 Millionen Euro für die Ausstattung von Lehrern und Schülern mit digitalen Endgeräten.

Für Schüler aus ärmeren Familien sollen Leihgeräte gekauft werden. Außerdem sollen bis Ende 2022 alle Schulen mit dem leistungsfähigen Netz verbunden sein.

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„Masterplan Grundschule“: Kinder lernen künftig erst in dritter Klasse Englisch

Neben den Themen Maskenpflicht und Hitzefrei sprach Gebauer am Dienstag in Düsseldorf auch ausführlich über den „Masterplan Grundschule“ ab 2021/22. Lesen Sie hier die wichtigsten Aussagen:

  • Ministerin Gebauer will „beste Bildung auch an Grundschulen"
  • Über 1.300 Lehrer-Einstellungen an Grundschulen werden erfolgen
  • Beförderungsaussichten von Grundschullehrern sollen verbessert werden, Gebauer möchte „Perspektive außerhalb der Schulleiter-Position bieten"
  • Schrittweise Umstellung auf ein IT-basiertes Testverfahren wird in Angrif genommen - Lehrer sollen so weiter entlastet werden
  • Grundschüler lernen künftig erst in dritter Klasse Englisch - gilt für Kinder, die im Schuljahr 2021/22 eingeschult werden
  • Mit dem späteren Start des Englisch-Unterrichts soll in den ersten und zweiten Klassen künftig die Kernkompetenzen in Lesen, Schreiben und Mathematik gestärkt werden
  • In Mathe sollen ab 2021 Orientierungshilfen und Vorlagen für Förderpläne erarbeitet werden
  • Digitalisierung: Schüler sollen spielerisch ans Thema rangeführt werden oder „mal einen Roboter zu programmieren", so Gebauer
  • Mit dem Masterplan will NRW Grundschulen „noch besser fachlich und personell unterstützen"
  • 178 Mio. Euro sollen allein zur Förderung für Schüler bereitgestellt werden
  • „Noch nie so viel Geld im System für die digitale Bildung“, so Gebauer, aber „Es muss auch abgerufen werden“, sagt die Schulministerin
  • Gebauer lobte Köln, Düsseldorf und Paderborn - „machen gute Arbeit“ im Bereich digitale Schule

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