3000-Euro-Urlaub geplatzt QR-Code-Falle: Familie aus NRW darf nicht ins Flugzeug

Rhodos

Die griechische Insel Rhodos ist für viele ein beliebtes Urlaubsziel. Der Traum vom Sommerurlaub platzte für eine Familie aus NRW jedoch wegen eines kleinen Fehlers. Das Symbolbild wurde 2017 aufgenommen.

Düsseldorf – Der Sommerurlaub ist in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Der Traum, am Strand der griechischen Insel Rhodos zu liegen, ist für Familie P. jedoch kurzfristig geplatzt. Am Flughafen angekommen, durften sie wegen eines Fehlers nicht fliegen.

  • Familie aus NRW darf wegen eines fehlerhaften Formulars nicht nach Rhodos fliegen
  • Der Reiseveranstalter verweigerte der ganzen Familie den Flug nach Griechenland
  • Familie kann jedoch ein anderes Reiseangebot wahrnehmen oder bekommt das Geld zurück

QR-Code-Falle: Familie aus NRW darf nicht ins Flugzeug

Wer während der Corona-Krise Urlaub in Griechenland machen möchte, muss seit dem 1. Juli bis spätestens 24 Stunden vor Einreise ein Formular der griechischen Zivilschutzbehörde ausfüllen.

Nach dem Ausfüllen wird ein QR-Code generiert, der dann bei der Einreise am Flughafen vorgezeigt werden muss. Einige Fluggesellschaften haben sich dazu entschieden die QR-Codes bereits beim Boarding zu überprüfen.

Die Formular-Antworten entscheiden darüber, ob ein Covid-19-Test durchgeführt werden muss oder nicht.

Banaler Fehler: Familie aus NRW darf nicht nach Rhodos fliegen

Die Familie aus Castrop-Rauxel hatte das Formular bereits zehn Tage vor Reisebeginn ausgefüllt und den QR-Code kurz vor der Abreise erhalten, berichtet RTL.de.

In der Nacht der Abreise platzte für Familie P. am Flughafen Düsseldorf dann aber der Traum vom Sommerurlaub. Angeblich sollten sie das Formular falsch aufgefüllt haben. Der Name des Familienvaters sei in das Feld „Ansprechpartner im Notfall“ gerutscht.

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„Sie stehen zwar drin in der Liste, aber als Notfallperson“, hieß es dann am Flughafen für die Familie. „Ne, Sie kommen nicht so ins Flugzeug. Wir lassen Sie nicht rein. Sie können nur nach Hause fahren“ zitierte der Familienvater die Airline-Mitarbeiter vor Ort.

Flughafenpersonal verweigert Familie aus NRW den Flug nach Griechenland

Das kleine Versehen kostete die Familie allerdings den 3000-Euro-Urlaub.

Für Reise-Experte Ralf Benkö steht fest: Mit dem Formular stimmt etwas nicht. In den Feldern für den Namen oder die E-Mail-Adresse springt ein Drop-Down-Menü auf, in dem man sein Land auswählen soll. Die Telefonnummer wird nicht angenommen, auch wenn man sie mit Pluszeichen und Ländervorwahl eingibt und für die Bundesländer stehen US-amerikanische Staaten zur Auswahl. Für Ralf Benkö sind Fehler beim Ausfüllen daher unvermeidbar.

Familie aus NRW darf nicht nach Griechenland einreisen

Benkö kontaktierte daraufhin den Reiseveranstalter für eine Stellungnahme. „L‘tur hat die Vorgänge angeschaut und die Probleme sind eindeutig beim Ausfüllen der griechischen Einreiseformulare entstanden“, gab der Veranstalter zu.

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Dennoch pochte L‘tur auf die Entscheidung am Flughafen. „Die griechische Regierung hat alle Airlines angewiesen, keine Gäste mit fehlerhaften Dokumenten mitzunehmen. Wir sprechen hier im Grunde genommen von einem Visum.“

Griechenlandurlaub geplatzt: Das sagt der Experte

„Der Veranstalter ist nun mal aber als Vertragspartner der Hauptansprechpartner für die Urlauber und muss oft auch für Fehler anderer insofern einstehen, dass er auch den Flug bei solchen Pauschalreisen zu stellen hat. Für die Vorgaben von Ländern zur Einreise ist er nicht verantwortlich, muss ggf. aber haften, wenn es auf seiner Seite in diesem Zusammenhang zu Fehlern kam“, antwortete Benkö auf die Stellungnahme.

Daraufhin bot L’tur Familie P. eine neue Reise oder die Erstattung der 3.000 Euro an. (mh)

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