Corona war noch gar nichts Drei Lockdowns! Wirt Pascal ist der Jahrhundert-Pechvogel

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Inhaber Pascal Simitsakis vor den Trümmern seiner Existenz.

Bergisch Gladbach  – Das Jahr 2020 werden die Menschen niemals vergessen. Insbesondere die Gastronome im Rheinland ächzen unter der Corona-Krise. Aber wenn Sie denken, Sie seien als Gastronom durch Covid-19 vom Pech verfolgt, dann lesen Sie mal die Geschichte von Wirt Pascal Simitsakis (48) und seiner Taverne Mykonos in Bergisch Gladbach …

Taverne Mykonos: Nach Corona der nächste Crash

Endlich! Nach wochenlangem Lockdown freuten sich die Gäste am 15. Juni mal wieder auf leckere Gerichte beim beliebten Griechen im Stadtteil Hebborn. Auch das Team um Wirt Pascal Simitsakis frohlockte – doch nach zwei Wochen dann das: „Ich saß morgens oben in meiner Wohnung oberhalb des Lokals, als es plötzlich gerummst hat“, erzählt Pascal im EXPRESS-Gespräch.

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Zwei Wochen nach dem ersten Lockdown: Ein Wohnmobil rauscht Anfang Juni in die Taverne Mykonos.

„Gerummst“ ist dabei harmlos formuliert – denn ein 67-jähriger Fahrer eines Wohnmobils war soeben wegen eines technischen Defekts ungebremst in die Hauswand gefahren und stand mit der Motorhaube in der Gaststätte. „Kaum auszudenken, wenn da Gäste gegessen hätten“, so der Wirt.

Dennoch: Ein großes Loch klaffte in der Mauer, was für den Wirt abermals bedeutete: Lockdown. Diesmal wegen Wohnmobil-Unfall. Als EXPRESS beim Ortstermin ist, sagt der sympathische Grieche: „Aufgeben? Niemals werde ich das tun.“

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Das Wohnmobil riss ein Loch in die Hauswand der Gaststätte.

Nachdem ein Statiker das Gebäude freigegeben hatte, wurde das Loch geschlossen, obwohl der Innenbereich renoviert werden musste. Aber zumindest im Biergarten war nichts beschädigt. Am 17. Juli konnte es wieder losgehen. Endlich!

Bergisch Gladbach: Taverne Mykonos im Pech

Man ahnt – das kann es noch nicht gewesen sein. Und so kam es dann auch: Abermals gab es bei Pascal am 7. August einen Großeinsatz. „Ich wurde in die Küche gerufen, die Fritteuse hatte Feuer gefangen“, berichtet der Wirt über den nächsten Schock.

„Ich habe alle Mitarbeiter nach draußen geschickt und versucht, das Feuer selbst zu löschen.“ Ein Irrtum, wie sich hinterher herausstellt. Denn die Küche brannte bis auf den letzten Kochlöffel ab. Brandermittler bestätigen hinterher: Ein Defekt der Fritteuse hat das Inferno ausgelöst.

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Das Ergebnis des Infernos: Zwei Wochen nach der zweiten Wiedereröffnung ging die Küche in Flammen auf.

„Ich weiß auch nicht, was ich verbrochen habe“, sagt Pascal geknickt. „Aber ich will nächsten Monat eine neue Küche drin haben, sodass sich die Kunden das Essen wenigstens abholen können.“

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Hilfe hat er viel erhalten. „Bei der Bank brauche ich die Kredite bis Jahresende nicht zahlen, auch eine Küchenfirma hat sich sofort bereit erklärt, mir eine neue Küche einzubauen. Ich werde es finanziell überleben, wenn auch knapp.“

Er krempelt die Ärmel hoch und lacht: „Es muss weitergehen. Viel passieren kann ja jetzt nichts mehr. Ich hoffe einfach, dass die Gäste nach der Eröffnung wiederkommen.“ Wir drücken die Daumen.

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