Nach tödlichem SEK-Einsatz in NRW Schock-Fotos von blutüberströmter Leiche aufgetaucht

mülheim tödliche Schüsse

Die Polizisten hatten bei dem Einsatz am 6. Januar in Mülheim an der Ruhr von ihrer Dienstwaffe Gebrauch machen müssen, so die derzeitigen Ermittlungen.

Mülheim an der Ruhr – Schockierende Entdeckung nach dem tödlichen SEK-Einsatz am Mittwoch (6. Januar) in Mülheim an der Ruhr. Auf Facebook sind demnach Fotos von einer blutüberströmten Leiche aufgetaucht. Die Polizei ermittelt.

  • Schock-Fotos von blutüberströmter Leiche
  • Hintergrund ist SEK-Einsatz in Mülheim a. d. Ruhr
  • Die Polizei ermittelt

Den Ermittlungen zufolge soll es sich bei der auf den Fotos zu erkennenden Leiche um den 65-Jährigen handeln, den die Polizei mit Schüssen getötet hatte.

Fotos von Leiche nach tödlichen Schüssen in Mülheim

Derzeit ist noch unklar, wer die Fotos gemacht und anschließend verbreitet hat. Das Bildmaterial wurde inzwischen gelöscht und kann nicht mehr abgerufen werden.

In diesem Zusammenhang hat die Polizei Anzeige nach Paragraph 201a Strafgesetzbuch erstattet, berichtet auch der WDR. Dem Täter drohen bei einer Verurteilung bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe wegen der mutmaßlichen „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen“.

Polizei erstattet Anzeige nach neuem Paragraph 201a

Ein völlig neues Vorgehen, denn der Paragraph 201a war erst zu Beginn des Jahres 2021 geändert worden. Durch die Verschärfung soll die Polizei nun dazu ermächtigt werden, Personen strafrechtlich zu verfolgen, die Fotos und Videos von Unfallopfern zu erstellen und zu verbreiten.

Zuvor war bekannt geworden, dass der erschossene 65-Jährige laut Obduktionsergebnis durch einen Treffer ins Herz getötet wurde. Den bisherigen Ermittlungen zufolge soll der mit einem Gewehr bewaffnete Mann unmittelbar auf die eintreffenden Polizeibeamten geschossen haben.

Sie erwiderten das Feuer und trafen den Mann im Oberkörper und am Kopf.

SEK-Einsatz in Mülheim: Täter feuerte auf Tür von Ex-Freundin

Wie die Ermittler am Donnerstag (7. Januar) mitteilten, soll der Mann nach aktuellem Kenntnisstand vor dem Polizeieinsatz bereits mit einem Revolver auf die geschlossene Wohnungstür seiner Ex-Freundin (55) gefeuert haben. Sie wohnt im selben Haus, aber in einer getrennten Wohnung.

Dorthin hatte sie sich nach einem Streit zurückgezogen, woraufhin die Schüsse fielen. Sie blieb unverletzt. Zeugen der „lauten Knallgeräusche“ hatten die Polizei alarmiert.

Täter kein Unbekannter, Gefährdung durch Sprengstoff möglich

Da der 65-Jährige über weitere Waffen verfügen sollte und in der Vergangenheit schon wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz auffällig geworden war, waren Spezialeinheiten und Experten des Landeskriminalamtes hinzugezogen worden.

Sicherheitshalber waren das betroffene Mehrfamilienhaus und angrenzende Häuser geräumt worden. Später konnte eine Gefährdung durch Sprengstoff ausgeschlossen werden.

Bei der späteren Durchsuchung der Wohnung waren die Beamten zudem auf nationalsozialistische Devotionalien gestoßen, wie ein Sprecher erklärte. (jv/dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.