Großeinsatz der Polizei Hochrangiges Clan-Mitglied in Leverkusen beerdigt

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Die Kutsche mit dem Metallsarg erreicht den Friedhof in Reuschenberg.

Leverkusen – Die Stadt Leverkusen befürchtete für Freitag (9. April) eine größere Menschenansammlung bei der Beerdigung eines hochrangigen Clan-Mitglieds einer Großfamilie und damit Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung. Doch die Trauerfeier verlief am Mittag weitestgehend ruhig (siehe Video vom Friedhof Reuschenberg oben).

  • Clan-Mitglied aus Leverkusener Großfamilie beerdigt
  • Stadt befürchtete Menschenmenge und entwickelte Sicherheitskonzept
  • Die Polizei war im Großeinsatz am Friedhof Reuschenberg

Im Austausch mit der Polizei hatte die Stadt im Vorfeld der Clan-Beerdigung ein umfangreiches Sicherheitskonzept entwickelt. „Wir können nicht ausschließen, dass da mehr kommen, und deshalb das Sicherheitsaufgebot“, erklärte eine Sprecherin.

Hochrangiges Clan-Mitglied beerdigt, Polizei im Großeinsatz

Ziel sei es, sicherzustellen, dass die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten würden. Amtshilfe leistete dabei die Kölner Polizei mit Kräften der Bereitschaftspolizei und der Reiterstaffel. 

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Drei Mitarbeiter vom Ordnungsamt stehen am Eingang zu einem Friedhof vor der Beerdigung eines Mitglieds einer Großfamilie.

Die Befürchtungen waren nicht ganz unbegründet. Mit der Leverkusener Großfamilie hatte es in der Vergangenheit mehrfach Probleme bei der Einhaltung der Corona-Regeln gegeben.

Christoph Gilles, Sprecher der Kölner Polizei, die von ihren Leverkusener Kollegen um Amtshilfe gebeten worden war, sagte: „Der Verstorbene war ein Angehöriger einer überörtlich bekannten Großfamilie, innerhalb derer es kriminelle Strukturen gibt. Führende Angehörige dieser Familie sind bereits rechtskräftig verurteilt worden – überwiegend wegen Betrugsdelikten im großen Stil.“

Stadt Leverkusen erlaubte Clan-Beerdigung unter Auflagen

Das hochrangige Clan-Mitglied der Goman-Familie wurde am Freitagmittag auf dem Leverkusener Friedhof in Reuschenberg beigesetzt. Dort besitzt die Großfamilie ein Familiengrab.

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Einsatzkräfte der Polizei am Eingang zum Reuschenberger Friedhof.

Die Beerdigung sollte ursprünglich am Mittwoch stattfinden, wurde aber auf Freitag (9. April) verschoben.

Die Stadt hatte der Familie erlaubt, mit 25 Erwachsenen und 25 Kindern unter 14 Jahren an der Beerdigung teilzunehmen. Daran hielten sich die Teilnehmer, so Christoph Gilles. Der Einsatz sei „auflagenkonform verlaufen. Das Verhalten der Trauergäste ist so, wie es seitens der Stadt Leverkusen wünschenswert war.“

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Polizisten sichern vor der Beerdigung eines Mitglieds einer Großfamilie das Gelände des Friedhofs in Reuschenberg.

Im Vorfeld waren mehrere Hundert Teilnehmer erwartet worden.

Clan-Beerdigung in Leverkusen verläuft ruhig

Das Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei ging aber offenbar auf. Die Veranstaltung am Freitagmittag verlief ruhig. Es kam zu keinen Zwischenfällen.

Auf den Friedhof seien nur geladene und im Vorfeld angekündigte Personen gekommen. Ansonsten war das Gelände für die Öffentlichkeit abgeriegelt.

Der Leichnam des Clan-Mitglieds wurde dann in einem Metallsarg auf den Friedhof gefahren.

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Die Kutsche mit dem Metallsarg erreicht den Friedhof in Reuschenberg.

Eine Hundertschaft der Polizei sicherte die Umgebung, auch einige Straßen um den Friedhof waren gesperrt.

Tierpark Reuschenberg wegen Clan-Beerdigung geschlossen

Ein an den Friedhof angrenzender Tierpark wurde am Freitag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Eine Maßnahme, die bei einigen Bürgern Unmut erzeugte. (jv)

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