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Hilferuf wegen Hitze-NotVerdi und Diakonie sprechen von „jährlichen Ausnahmezuständen“

Hitze in der Altenpflege: Verdi und Diakonie schlagen Alarm

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Ältere und pflegebedürftige Menschen sind bei Hitze besonders gefährdet. (Symbolbild)

Hitzewellen in NRW: Menschenwürde in Heimen in Gefahr?

Wegen der drohenden Hitzewellen in NRW läuten Gewerkschaften und Kirchenvertreter die Alarmglocken: Sie fordern von der Landesregierung umgehend millionenschwere Investitionen, damit pflegebedürftige ältere Menschen besser geschützt werden können.

Zahlreiche Heime stoßen bei hohen Temperaturen an ihre Belastungsgrenze, schildert der Diakonie-Pflegeexperte Marc Schué. Er bezeichnet die Lage als „jährlich wiederkehrende Ausnahmezustände“. Seine drastische Bewertung: Dies sei eine Verletzung der Menschenwürde.

„Ein Mensch im Bett erlebt das noch viel schlimmer“

Besonders hart trifft es Menschen, die sich nicht mehr allein versorgen können. „Ein Mensch, der im Bett liegt und sich nicht bewegen kann, erlebt das noch viel schlimmer“, hebt Silke Behrendt, Altenpflegerin bei Verdi NRW, hervor. Das ohnehin überforderte Personal sei nicht in der Lage, den erhöhten Pflegeaufwand bei Hitze zusätzlich zu bewältigen.

Klimageräte oder auch nur Ventilatoren sind in den meisten Heimen in Nordrhein-Westfalen Mangelware. Stattdessen greifen die Teams auf simple Methoden zurück: feuchte, kühle Tücher, Sprühflaschen mit Wasser und Listen zur Kontrolle der Trinkmenge. Die enorme physische Belastung zehrt auch an den Kräften der Angestellten, was zu einer Zunahme von Krankmeldungen führt.

125-Millionen-Forderung liegt seit März auf dem Tisch

Dabei wurde bereits im März von der Gewerkschaft Verdi und der Diakonie, zusammen mit Sozialverbänden sowie dem Deutschen Mieterbund NRW, ein Appell an die Landesregierung gerichtet. In einem Schreiben wurde ein Sofortprogramm verlangt: 125 Millionen Euro, gestreckt über fünf Jahre, für Hitzeschutz und energetische Modernisierungen in der stationären Altenhilfe.

Die Umsetzung gestaltet sich jedoch schwierig. „Die Kommunen haben jetzt schon Schwierigkeiten, Sanierungsmaßnahmen für Straßen, Schulen und viele öffentliche Gebäude aus diesen Mitteln zu stemmen“, betont Verdi-Gewerkschaftssekretärin Dagmar Acosta Navarro. Es sei fast unmöglich, in dieser Lage zusätzlich Gelder für Investitionen in die Altenpflege bereitzustellen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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