Schüsse auf Synagoge in Essen Verdächtiger wurde festgenommen – Rede von weiteren Taten

Einschusslöcher sind auf einer verglasten Tür zu sehen. Sie wurden am Rabbinerhaus bei der Alten Synagoge in Essen entdeckt.

In der Nacht zum 18. November wurde auf das Rabbinerhaus der Alten Synagoge in Essen geschossen.

Neue Entwicklungen bezüglich des Anschlages auf die Alte Synagoge in Essen: Ein Verdächtiger wurde festgenommen und es soll weitere Taten gegeben haben.

Im Fall der Schüsse auf das Rabbinerhaus der Alten Synagoge in Essen am vergangenen Freitag (18. November 2022) gibt es neue Entwicklungen.

Am Freitagmorgen (25. November) tagte der NRW-Innenausschuss, in dessen öffentlichem Teil sich NRW-Innenminister Herbert Reul (70) äußerte. Demnach soll es weitere ähnliche Taten gegeben haben. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden.

Schüsse in Essen: Verdächtiger wurde festgenommen

Die Rede sei von insgesamt drei Vorfällen im Ruhrgebiet, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Neben dem Vorfall in Essen soll es einen weiteren sowie einen vereitelten Anschlag gegeben haben. Genauere Informationen zur Verortung gab Reul nicht preis.

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Mantrailer-Hunde hatten die Polizei zur A40 in Richtung Bochum gelotst. Der Täter könnte noch in der Nacht in diese Richtung gefahren sein. In diesem Zusammenhang sei es bereits zu einer Festnahme gekommen, berichtet Reul weiter.

Diese Festnahme habe nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ in Dortmund stattgefunden. Bei dem „anderen Sachverhalt“ soll es sich um einen Vorfall in Bochum gehandelt haben. Allerdings sei unklar, ob der Verdächtige auch für die anderen beiden Taten verantwortlich sei.

Auch, ob es sich um einen Einzeltäter oder ein Netzwerk handelt, könne man noch nicht sagen. „Ob eine Gruppe dahintersteckt, weiß kein Mensch“, gab Reul zu.

Die Polizei in Essen und Dortmund haben jeweils eine „Besondere Aufgabenorganisation“ mit 100 Beamten eingesetzt, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ weiter.

Essen: Hatte der Tatverdächtige ein antisemitisches Motiv?

Aktuell ist der Generalbundesanwalt in Düsseldorf mit dem Fall betraut. Sollte der Fall nach Karlsruhe übergehen, würde das die Bedeutung des Falls verschärfen.

In der Nacht zum 18. November hatte es drei Schüsse auf das alte Rabbinerhaus der Alten Synagoge in Essen gegeben. Das Gebäude gehört heute der Stadt und wird von der jüdischen Gemeinde nicht mehr für Gottesdienste genutzt.

In dem Alten Rabbinerhaus befindet sich unter anderem das Institut für deutsch-jüdische Geschichte.

Man geht derzeit von einer extremistisch und antisemitisch motivierter Tat aus. „Wir in Nordrhein-Westfalen nehmen die Schüsse sehr persönlich“, kommentierte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (47) die Vorkommnisse. (cab)

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