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Düsseldorf Hunderte protestieren gegen selbsternannte „Querdenker“

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Demonstrierende haben sich zur Gegendemo auf dem Grabbeplatz vor der Kunsthalle Düsseldorf versammelt.

Düsseldorf – Anhänger der „Querdenken“-Initiative haben sich am Sonntag im Düsseldorfer Rheinpark versammelt, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren.

  • Selbsternannte „Querdenker“ protestierten in Düsseldorf gegen die Corona-Regeln
  • Mehrere hundert Gegendemonstranten gingen auf die Straße
  • Auf beiden Seiten kamen etwa gleich viele Menschen zusammen

Düsseldorf: Wohl etwa 200 weniger Querdenker bei Demo als erwartet

In ihrem Aufruf im Vorfeld war von einer „Masken-Lüge“ die Rede. Die Veranstalter hatten 1000 Teilnehmer angemeldet. Ein dpa-Reporter schätzte die Zahl auf etwa 800.

Zugleich gingen an verschiedenen Orten in der Innenstadt geschätzt ähnlich viele Gegendemonstranten des Bündnisses „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ) auf die Straße.

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Das linke Schild spielt auf eine „Querdenkerin“ an, die sich mit Sophie Scholl verglich.

Genaue Teilnehmerzahl nicht klar

Zu Teilnehmerzahlen machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Beamten waren im gesamten Innenstadtgebiet vor Ort.

Unter den Gegendemonstranten waren auch Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften, Krankenhaus- und Pflegepersonal, Kulturschaffende vom Bündnis „Düsseldorfer Appell“, das sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wendet.

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Demonstrierende halten ein Transparent in Masken-Form hoch.

19.000 weniger „Querdenker“ erwartet als zunächst angekündigt in Düsseldorf

Die Initiative „Querdenken 0711“ hatte ursprünglich 20.000 Teilnehmer ihrer Demonstration genannt, dann die Zahl aber selbst auf nur 1.000 korrigiert. Für den Aufruf hatten die Veranstalter zunächst mit dem Konterfei von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geworben, das Foto aber nach Intervention der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei gelöscht.

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Demonstrierende mit Masken und Transparenten.

„Querdenken“: Hinweise zu Radikalisierung und Unterwanderung durch Extremisten

In den vergangenen Tagen war eine Diskussion entbrannt, ob die „Querdenken“-Bewegung vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollte.

Zuvor waren Hinweise auf eine Radikalisierung und Unterwanderung durch Extremisten aufgetaucht. Anhänger der Initiative und Ableger der Bewegung sind in den vergangenen Monaten in zahlreichen deutschen Städten gegen Beschränkungen in der Coronakrise auf die Straße gegangen. (dpa/mas)

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