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Kippen-Fabrik in DüsseldorfArbeiter geprellt & verurteilt – sie dachten, sie wären in Polen!

Land- und Amtsgericht Düsseldorf

Copyright: Marius Becker/dpa

Der Prozess gegen die mutmaßlichen Organisatoren läuft noch. (Symbolbild)

Man versprach ihnen das große Geld, doch sie landeten in einer illegalen Fabrik in Düsseldorf. Für acht Männer endete der Traum vom Reichtum jetzt vor Gericht – mit einem Urteil.

Etwa ein Jahr, nachdem die illegale Produktionsstätte aufflog, ist nun das Urteil für die Helfer gefallen. Das Düsseldorfer Landgericht sprach gegen die acht Männer im Alter von 22 bis 40 Jahren Bewährungsstrafen aus, die zwischen 22 und 24 Monaten liegen.

Die Beschuldigten legten zu Beginn des Verfahrens ein vollumfängliches Geständnis ab. Sie räumten ein, gewusst zu haben, „dass das illegal war, was in der Halle passiert“.

Falsches Versprechen: Von Belarus direkt in die Düsseldorfer Falle

Die Geschichte, die sie dem Gericht schilderten, ist kaum zu fassen: Angeworben wurden die Männer in Belarus mit der Aussicht auf einen Job in Warschau. Ein monatliches Gehalt zwischen 2.000 und 5.000 Euro wurde ihnen in Aussicht gestellt.

Doch die bittere Wahrheit sah anders aus. Keinen Cent sahen sie von dem Geld. Stattdessen klickten nach nur etwas mehr als drei Wochen bei einer Razzia die Handschellen.

Millionen-Schaden für den Staat: 25 Millionen Kippen gefunden

Bei diesem Zugriff machten die Beamten einen gewaltigen Fund. Wie die dpa meldet, wurden 25 Millionen gefälschte Zigaretten bekannter Marken sowie 15 Tonnen Tabak konfisziert. Wären die fertigen Glimmstängel im März 2025 verkauft worden, wäre laut Anklageschrift ein Steuerschaden von sechs Millionen Euro die Folge gewesen.

Ins Rollen kam die ganze Sache durch einen Hinweis aus Italien. Die dortige Polizei informierte ihre deutschen Kollegen über einen polnischen Lkw, der mit Rohtabak auf dem Weg nach Deutschland sei. Als dieser Lkw in Düsseldorf-Lierenfeld stoppte, um einen Teil seiner Fracht zu entladen, begann das Zollfahndungsamt eine massive Überwachungsaktion.

Verfahren gegen die Hintermänner läuft weiter

In der Halle in Lierenfeld war eine vollständige Fertigungsanlage aufgebaut, komplett mit Maschinen, Generatoren und sogar Schlafplätzen für die Arbeiter. Während die Helfer ihre Strafen nun kennen, geht das Verfahren gegen die vier vermuteten Drahtzieher der illegalen Fabrik weiter. Die Anklage gegen sie lautet auf bandenmäßige Steuerhinterziehung. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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