Star-Künstler in Düsseldorf Julian Schnabel macht auf Oberlehrer

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Julian Schnabel liest in der Galerie „Geuer & Geuer Art" aus seinem Buch „Unknown" vor, in dem er auch über den jungen Künstler Denis Pavlovich Adushkin schreibt. Neben ihm steht Dirk Geuer.

Düsseldorf – Er ist schon etwas speziell. Und er machte am Mittwoch in der Galerie „Geuer & Geuer Art“ in der Altstadt dem Klischee eines Künstlers alle Ehre.

Julian Schnabel (67) – mit blau getönter Brille, braunem Sakko, farbbekleckster weißer Hose und offenen Schnürsenkeln an den derben Schuhen – präsentierte die von ihm kuratierte Ausstellung mit über 40 Werken des Künstlers Denis Pavlovich Adushkin.

Schnabel: „Schauen Sie nicht mich an, sondern die Bilder"

Ein junger, noch recht unbekannter Maler, auf den Schnabel aufmerksam geworden ist. Doch kaum hatte Julian Schnabel die Galerie betreten, richteten sich alle Augen und die Kameras der Fotografen auf ihn. „Wir sind nicht hier, damit Sie mich anzugucken und Fotos von mir machen. Das ist nicht mein Job. Drehen Sie sich jetzt um und betrachten Sie die Bilder“, bestimmte der US-amerikanische Maler und Filmregisseur oberlehrerhaft.

Dabei meint er es nur gut. Denn er fördert junge Künstler wie eben Adushkin – immerhin ist Schnabel, der als Regisseur schon den Golden Globe erhielt, selbst einer der teuersten und einflussreichsten Künstler der Welt. Wovon sicherlich auch sein Sohn Vito profitieren mag, der mal mit Heidi Klum liiert war.

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Julian Schnabel und Denis Pavlovich Adushkin in der Galerie „Geuer & Geuer Art"

Schnabel und Adushkin trafen sich in Düsseldorf zum ersten Mal

Jedenfalls bestärkte Julian Schnabel den kasachischen Künstler Adushkin darin, den Bergführer Andrea Florineth zu malen, der einst in einem Bond-Film Skistunts zeigte und Skilehrer von Stars wie dem Schah von Persien und Gunter Sachs war, und der 1986 bei einem Lawinenunglück starb.

Die großformatigen Bilder „Memory of the Mountain Guide“ sind bei „Geuer & Geuer“ zu sehen. Hier in der Galerie trafen sich Schnabel und Adushkin am Mittwoch zum ersten Mal persönlich. Schnabel: „Seine Bilder stecken voller Seele. Ich bin sehr glücklich, ihn nun auch persönlich getroffen zu haben.“ Und auch Adushkin freute sich: „Ich bin Ihnen sehr dankbar. Sie haben mich motiviert, sehr intensiv zu malen."

Bronze-Skulptur von Schnabel vor Andreas Quartier

Drei Tage ist Julian Schnabel in Düsseldorf. Im Cinema in der Altstadt stellte er am Dienstag seinen neuen Film „Van Gogh – An der Schwelle der Ewigkeit vor“. Unter den Gästen: Moderator Wolfram Kons, die Künstler Imi und Carmen Knoebel. Am Ende des Films zeigten sich alle begeistert.

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Julian Schnabel (M.) bei der Präsentation seiner Bronze-Skulptur Ahab vor dem Andreas Quartier in der Düsseldorfer Altstadt.

Mittwochmittag ein weiteres Highlight: Julian Schnabel präsentierte die von ihm geschaffene, sechs Meter hohe und 1,8 Tonnen schwere Bronzeskulptur „Ahab“, die Galerist Dirk Geuer von ihm gekauft hat.

Sie ist eine Leihgabe von Dirk Geuer ans Andreas Quartier, wo sie für ein Jahr links neben dem Haupteingang stehen wird.

Bei der Enthüllung waren auch „Frankonia Bau"-Chef und „Andreas Quartier"-Erbauer Uwe Schmitz dabei, ebenso der Neu-Düsseldorfer Künstler HA Schult.

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