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Festnahme des Düsseldorfer Serienmörders Kürten In diese Wohnung kehrte er nie zurück

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Die Wohnung des Düsseldorfer Serienmörders Peter Kürten an der Mettmanner Straße - kurz vor seiner Festnahme verließ er sie fluchtartig, wurde dann an der Rochuskirche festgenommen.

Der Serienmörder Peter Kürten – vor genau 90 Jahren wurde er festgenommen. Er gilt als „Jahrhundert-Mörder“. Der EXPRESS zeichnet in einer Serie einen der spektakulärsten Kriminalfälle der Geschichte nach – und er spielt in Düsseldorf.

Der berühmt-berüchtigte „Kommissar Zufall“, er spielt auch im Fall Peter Kürten eine entscheidende Rolle: Es ist in verhinderter Mord, der dem Serientäter zum Verhängnis wird … und ein versehentlich fehlgeleiteter Brief.

Die Festnahme des Düsseldorfer Serienmörders Peter Kürten: Kurz vorher suchte er noch ein neues Opfer

Am 14. Mai 1930 ist Kürten rund um den Hauptbahnhof mal wieder auf der Suche nach einem Opfer. Er begegnet der jungen Hausangestellten Maria Butlies, die auf dem Weg zum Volksgarten ist und von einem aufdringlichen Mann belästigt wird.

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Serienmörder Peter Kürten weidete sich an dem Schrecken, den er in der Öffentlichkeit verbreitete.

„Kavalier“ Kürten geht dazwischen und vertreibt den Mann. Er nimmt das Mädchen mit in seine Wohnung – und wird dort selbst zudringlich.

Aber Maria Butlies wehrt sich nach Kräften, bis Kürten von ihr ablässt und anbietet, sie zu einem Mädchenwohnheim im Grafenberger Wald zu bringen.

Die Festnahme des Düsseldorfer Serienmörders Peter Kürten: So entkam sein letztes Opfer

Und da passiert das, was man von Kürten inzwischen kennt und erwartet: Er würgt das Mädchen – lässt aber dann doch von ihm ab und bringt es zu einer nahen Straßenbahnhaltestelle.

Geht Maria Butlies nun zur Polizei? Immerhin weiß inzwischen jeder in Düsseldorf, dass  hier ein gefährlicher Serienmörder sein Unwesen treibt. Die Antwort ist: Nein!

Das davongekommene Opfer schreibt einen Brief in eine Freundin, eine gewisse Frau Brückner, und berichtet ihr von der unheimlichen Begegnung.

Die Festnahme des Düsseldorfer Serienmörders Peter Kürten: Ein verirrter Brief wurde ihm zum Verhängnis

Und jetzt kommt der genannte „Kommissar Zufall“ ins Spiel: Der Postbote liefert den Brief nicht bei „Frau Brückner“ ab, sondern bei „Familie Brügmann“ auf der selben Straße. Die allerdings geht damit gleich zur Polizei …

Die Ermittler befragen Maria Butlies und beginnen mit ihr einer lange Suche durch Düsseldorf: Erkennt sie das Haus wieder, in dem ihr Peiniger wohnt.

Tatsächlich kommt irgendwann der Punkt, an dem das Opfer vor dem Haus Mettmanner Straße 71 stehen bleibt und sagt: „Hier war das!“ Im Hausflur allerdings wird sie wieder unsicher.

Die Festnahme des Düsseldorfer Serienmörders Peter Kürten: Die Schlinge zieht sich zu

Mittags kehrt Maria Butlies allein in das Haus zurück, spricht mit einer Nachbarin … und begegnet dabei Peter Kürten. Sie erkennt ihn nicht!

Kürten allerdings hat die Frau erkannt, die – was er nicht weiß – inzwischen einen Zettel der Nachbarin mit seinem Namen zur Polizei gebracht hat.

Der gesuchte Serienmörder plündert das Sparbuch seiner Frau, trifft sie in einem Café und behauptet, er müsse ausziehen und könne die Wohnung nicht mehr betreten – wegen einer Affäre mit einem Mädchen. Die „jute Juste“ macht ihrem Mann eine gewaltige Szene.

Die Festnahme des Düsseldorfer Serienmörders Peter Kürten: Die letzten Stunden zuvor verschläft er

Auguste Kürten geht allein nach Hause, ihr Mann übernachtet auf der Straße. Morgens kommt er noch einmal in die gemeinsame Wohnung, packt Kleidungsstücke ein und mietet ein Zimmer an der Ackerstraße 53 – dort verschläft er den Tag. Abends holt er seine Frau von der Arbeit ab – und wieder gibt es einen lauten Streit.

Am folgenden Tag, dem 23. Mai 1930, kommt die Polizei zu Kürtens Wohnung, trifft aber niemanden an. Sie finden Auguste an ihrem Arbeitsplatz, dem „Café Hemesath“. Sie sagt, ihr Mann sei ausgezogen und arbeitslos, wolle aber am selben Tag seine Unterstützung im Arbeitsamt abholen.

Die Ermittler hinterlassen eine Vorladung, observieren das Arbeitsamt – umsonst!

Die Festnahme des Düsseldorfer Serienmörders Peter Kürten: Er gestand seiner Frau alle Taten

Peter Kürten ist inzwischen in seine Wohnung zurückgekehrt. Als seine Frau ihm von den Vorwürfen der Maria Butlies erzählt, ruft er „Ja, ja, ich habe alles gemacht!“ und flüchtet zunächst.

Dann aber trifft er sich mit Auguste zum Mittagessen in einer Wirtschaft – und legt ein zweistündiges Geständnis ab. Sie schlägt ihm vor, Selbstmord zu begehen … er lehnt ab, will lieber aus Düsseldorf verschwinden und untertauchen.

Er verabredet sich mit seiner Frau für den nächsten Tag an der Rochuskirche.

Die Festnahme des Düsseldorfer Serienmörders Peter Kürten: Seine Frau wird in Schutzhaft genommen

Ein weiteres Opfer, Gertrud Schulte, hat inzwischen Kürten auf Fotos erkannt. Die Fahnder nehmen Auguste wegen Verdunkelungsgefahr in Schutzhaft. Bei den Vernehmungen bricht die Frau des Serienmörders schließlich zusammen und erzählt von dem geplanten Treffen an der Rochuskirche.

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Ein 15-köpfiges Verhaftungskommando verteilt sich rund um die Kirche. Gegen 15.15 Uhr sieht einer der Beamten „wie ein Mann an der Rochuskirche auf die Frau Kürten zuging und mit dieser sprach. Frau Kürten übergab dem Manne das Paketchen, welches als Erkennungszeichen vereinbart war.“

Düsseldorfer Serienmörder Peter Kürten: 15-köpfiges Kommando nimmt ihn fest

Die Ermittler schlagen zu, nehmen Peter Kürten auf der Prinz-Georg-Straße in der Nähe der Gartenstraße fest, bringen ihn ins Polizeipräsidium. Der Serienmörder von Düsseldorf ist gefasst!

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