Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Corona-Frust Prügeleien und Randale: Alarm in der Düsseldorfer Altstadt

Prügelei DÜ

Auch wenn die Kneipen und Brauhäuser der Düsseldorfer Altstadt geschlossen sind, hat die Polizei dort wieder alle Hände voll zu tun. Hier halten Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes einen Mann fest, der zuvor vor einer Kontrolle geflüchtet war.

Düsseldorf – Die Kneipen und Brauhäuser der Altstadt haben schon lange dicht. Ausgestorben ist sie deshalb aber noch lange nicht. An den Wochenenden ist in letzter Zeit wieder gehörig was los. Allerdings hat das gar nichts mehr mit dem gewöhnlichen Altstadtleben zu tun. Die „längste Theke der Welt“ droht zur Prügelmeile zu werden.

  • Düsseldorfer Altstadt droht, zur Prügelmeile zu werden
  • Polizei muss in Düsseldorf immer häufiger bei Randale in der Altstadt eingreifen
  • Junge Leute drängen zum „Dampf ablassen“ in die Düsseldorfer Altstadt

Freitagabend gegen 19 Uhr: Drei Einsatzwagen der Polizei stehen am Bolker Stern – so wie es eigentlich an jedem Wochenende war, bevor das Corona-Virus das Altstadt-Leben abschaltete. Die Beamten haben alles im Blick.

Düsseldorfer Altstadt: Polizei greift immer öfter bei Prügeleien ein

Den Leuten, die jetzt kommen, ist es egal, dass in der Altstadt alles geschlossen ist. Sie suchen keinen Biertisch, sondern nur Ärger.

In Grüppchen trudeln die „Altstadtbesucher“ ein. Die meisten sind 20 Jahre alt oder jünger. Die aggressive Atmosphäre ist greifbar.

Polizei Altstadt Düsseldorf

Polizisten in Bereitschaft stehen in der Düsseldorfer Altstadt.

Es dauert schließlich nicht lange, bis die Beamten im Laufschritt eingreifen müssen. Auf der Neustraße neben McDonald’s gibt’s die erste Schlägerei an diesem Wochenende. Es wird nicht die einzige bleiben.

Düsseldorfer Altstadt in Corona-Zeiten: Bild des Jammers

Am schlimmsten wird es am Samstagabend: Um 20.10 Uhr muss die Polizei bei einem Streit zwischen zwei und vier weiteren Jugendlichen eingreifen. Einer geht dabei sogar auf die Polizisten los.

Die Altstadt in Corona-Zeiten – ein Bild des Jammers. „Nachdem die Altstadt zuerst während des Lockdowns wie ausgestorben wirkte, fahren wir nun wieder unsere Einsatzkräfte hoch“, sagt Polizeioberrat Thorsten Fleiß, Leiter der Altstadtwache.

Thorsten_Fleiß

Polizeioberrat Thorsten Fleiß, Leiter der Düsseldorfer Altstadtwache (rechts). Neben ihm steht Düsseldorfs Polizeipräsident Norbert Wesseler.

Thorsten Fleiß berichtet weiter: „Gerade die jungen Menschen drängen jetzt nach draußen“, sagt Fleiß, „sie sind mittlerweile vom Lockdown frustriert und gelangweilt. Und ihr Regelverständnis wird immer geringer. Deshalb haben wir jetzt auch wieder Bereitschaftsdienst – so, wie es an einem normalen Wochenende vor der Pandemie üblich war.“

Aufgrund der Osterferien und der nun immer wärmeren Temperaturen werden nun wohl immer mehr in die Altstadt drängen – viele davon nur, um Dampf abzulassen.

Düsseldorfer Polizei erwartet „spannenden Sommer“ in der Altstadt

Thorsten Fleiß: „Das wird ein spannender Sommer. Trotzdem sind die Straftaten in der Altstadt, verglichen zum Normalzustand, noch ziemlich gering.“

Das liegt vor allem daran, dass der Spuk momentan bereits spätestens um Mitternacht vorbei ist. „Bei normalem Altstadtbetrieb werden ja bis in den frühen Morgen immer noch Menschen aus den Kneipen gespült.“

Polizei über Düsseldorfer Altstadt: „Masse der Vernünftigen fehlt“

Eigentlich, so Thorsten Fleiß, war die Klientel, die momentan die Altstadt bevölkert, immer schon dort. Sie seien nur als einzige übrig geblieben.

Polizeiwagen DÜ Altstadt

Ein Polizeiwagen fährt durch die am Tag menschenleere Düsseldorfer Altstadt.

Fleiß: „Es fehlt die Masse der Vernünftigen. Die bleiben natürlich im Moment auch ganz vernünftig zu Hause. Aber wie gern würden wir sie bald wiedersehen …“