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„Würde ich ihr nie antun“ Baby stirbt durch Schütteln – Vater in Düsseldorf vor Gericht

Der Angeklagte sitzt im Gerichtssaal und verdeckt sein Gesicht.

Ein fünf Monate altes Baby ist gestorben. Jetzt steht der Vater wegen Totschlags vor Gericht. Der Angeklagte (hier beim Prozess am 9. November 2021) mit einem Ordner vor dem Gesicht.

In Düsseldorf steht aktuell ein junger Mann (29) vor Gericht. Der Vorwurf: Er soll seine Tochter zu Tode geschüttelt haben.

Düsseldorf. Nach dem Tod eines fünf Monate alten Babys steht der Vater des Kindes seit Dienstag (9. November) in Düsseldorf vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Tochter durch heftiges Schütteln umgebracht zu haben. Der 29-Jährige ist wegen Totschlags angeklagt. Beim Prozessauftakt schwieg er zum Tatvorwurf.

Zuvor hatte er die Tat bestritten. Er soll seine kleine Tochter am Morgen des 25. Mai massiv geschüttelt und so lebensgefährliche Hirnblutungen verursacht haben. Zwei Tage später verstarb das Kind.

Düsseldorf: Angeklagter bestreitet Tochter getötet zu haben

Das Gericht zeigte am Dienstag die Videoaufzeichnung der Vernehmung des Mannes bei der Polizei. Da schildert der Mann, dass er seine Tochter mit Milch gefüttert, wieder ins Bett gelegt und 20 Minuten später nicht mehr atmend mit der Decke im Mund gefunden habe.

„Ich habe den Notarzt angerufen und mit der Herz-Rhythmus-Massage begonnen, wie ich das gelernt habe. Ich habe das Kind nicht geschüttelt und würde das auch nie machen. Ich würde meiner Tochter nie etwas antun.“

Polizei von Uni-Klinik Düsseldorf alarmiert

Die Mutter der Mädchens (25) sagte als Zeugin aus. Sie sei zu der Zeit arbeiten gewesen. Die Anrufe ihres Freundes habe sie nicht gehört, weil ihr Handy stumm geschaltet gewesen war. Der Notarzt hatte den lebensgefährlich verletzten Säugling in die Uni-Klinik Düsseldorf gebracht. Die dortigen Mediziner hatten wegen der schweren Verletzungen die Polizei alarmiert.

Die Familie war dem Jugendamt bereits bekannt. Die Mutter, die drei weitere Kinder hat, hatte die Behörden um Unterstützung gebeten. Gegen den angeklagten Vater wurde bereits ermittelt. Er soll vor zwei Jahren die erste gemeinsame Tochter misshandelt haben. Das Kind war ebenfalls in die Uni-Klinik behandelt worden.

Für den Prozess sind bis zum 17. Dezember sechs Verhandlungstage angesetzt. Die anderen Kinder sind inzwischen bei Pflegefamilien untergebracht. (dpa)

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