Drama auf Neugeborenen-StationBaby tot, drei weitere infiziert – NRW-Klinik schlägt Alarm

Ein Säugling liegt in einem Bett auf der Wochenstation in einer Klinik (Symbolfoto).

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Ein Säugling liegt in einem Bett auf der Wochenstation in einer Klinik (Symbolfoto).

Drama in Paderborner Klinik: Ein Baby stirbt an einer Infektion, drei weitere sind betroffen. Die Sorge ist riesig.

Schock in einer Paderborner Kinderklinik: Ein Säugling ist an einer gefährlichen Infektion gestorben. Drei weitere Babys sind ebenfalls betroffen, die Sorge ist riesig.

Eine furchtbare Tragödie erschüttert die Frauen- und Kinderklinik St. Louise in Paderborn. Ein Neugeborenes ist auf der dortigen Intensivstation verstorben. Das Krankenhaus teilte mit, dass das Kind einer Blutvergiftung (Sepsis) erlag, welche durch eine Ansteckung mit dem Bakterium Enterobacter verursacht wurde.

Die Sorge in der Klinik in NRW ist jedoch noch größer, denn drei zusätzliche Babys sind von dem Keim befallen. Der Zustand eines anderen Frühchens wird als kritisch bezeichnet. Zwei weitere Säuglinge haben das Bakterium ebenfalls in sich, weisen aber zum Glück momentan keine Symptome der Krankheit auf.

Ursache für Infektionen noch völlig unklar

Woher die bedrohlichen Keime stammen, ist bisher ein Rätsel. Die Klinik unterstreicht, dass der Erreger bei Einlieferung der Kinder nicht festgestellt worden war. In Reaktion auf die Vorkommnisse hat man die hygienischen und schützenden Vorkehrungen auf der Abteilung umgehend massiv erhöht.

Die Abteilung für Neugeborenen-Intensivpflege nimmt vorerst keine regulären Neuaufnahmen mehr an, um eine weitere Verbreitung zu unterbinden. Die Versorgung von Notfällen sei jedoch weiterhin gewährleistet. Ebenso ist die zuständige Gesundheitsbehörde in sämtliche Schritte eng involviert.

Die Geschäftsführung der Klinik zeigt sich tief betroffen. In einer Mitteilung heißt es: „Der Tod des Kindes erschüttert uns sehr. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten den Eltern und Angehörigen. Gleichzeitig gilt unsere volle Aufmerksamkeit der Versorgung des erkrankten Kindes sowie der konsequenten Aufklärung und Eindämmung des Geschehens."

Für gewöhnlich sind Enterobacter-Bakterien für gesunde Personen ungefährlich, da sie oft in der Umwelt vorkommen und zur normalen Darmflora von Menschen gehören. Für Frühchen mit ihrem noch unreifen Immunsystem oder für geschwächte Menschen können sie allerdings eine tödliche Bedrohung darstellen. (red)

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