Corona-Regeln in NRW Arbeit, Bußgelder, Kontrollen: Das ändert sich

Am Mittwoch hat Hendrik Wüst seine Pläne für die vierte Corona-Welle verkündet. Nicht nur die Bußgelder sollen drastisch erhöht werden, ab der nächsten Woche kommt in NRW quasi ein Lockdown auf Ungeimpfte zu.

Düsseldorf. Vor den Bund-Länder-Gesprächen, die am Donnerstag (18. November 2021) stattfinden werden, hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Mittwoch seine Änderungen bei den Corona-Regelungen in NRW angekündigt.

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

NRW: Corona-Regeln – das ändert sich

Was gilt demnächst für Ungeimpfte im Freizeitbereich?

  • Für Ungeimpfte wird das Leben vor allem im Freizeitbereich in NRW extrem eingeschränkt. Wüst hat am Mittwoch angekündigt, flächendeckend 2G einzuführen. Das heißt: Nur noch Geimpfte oder Genesene können mit einem entsprechenden Nachweis zu Sportveranstaltungen, ins Fußballstadion, ins Kino, Theater, ins Museum oder in ein Restaurant.
  • Noch strenger werden die Regelungen außerdem in Clubs, Diskotheken oder bei Tanzveranstaltungen, auch bei Privaten und bei Karnevalssitzungen. Dort müssen die Teilnehmer und Mitarbeitenden zusätzlich einen Test vorweisen: Entweder einen PCR-Test (maximal 24 Stunden alt) oder einen Corona-Schnelltest (maximal sechs Stunden alt).

NRW: Corona-Regeln – das ändert sich

Und 3G am Arbeitsplatz? Auch diese Regelung wird laut Hendrik Wüst kommen.

  • Das Thema 3G am Arbeitsplatz hat der Ministerpräsident in seiner Rede zumindest mit einer Homeoffice-Pflicht kurz angerissen. Wüst versprach sich jedoch an dieser Stelle und sprach von einer 2G-Regelung.

Doch wie sieht es mit den Kontrollen der Corona-Maßnahmen aus?

  • Laut MP Hendrik Wüst müssten die Kontrollen der Corona-Regeln so regelmäßig erfolgen, dass das ernstzunehmend sei, sagte der Ministerpräsident. Sein Beispiel: Die Straßenverkehrsordnung werde auch nicht permanent kontrolliert, aber regelmäßig und mit hohen Strafen. Deshalb will Wüst gemeinsam mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zeitnah nach den Bund-Länder-Verhandlungen am Donnerstag das Gespräch mit den NRW-Kommunen suchen, die für die Kontrollen zuständig sind.

NRW: Corona-Regeln – das ändert sich

Und wie sieht es bei Verstößen gegen die Corona-Regeln mit Bußgeldern aus?

  • Dazu machte der NRW-Ministerpräsident in seiner Rede am Mittwoch eine klare Ansage. Künftig müssen Menschen, die sich weigern eine Maske in der Öffentlichkeit zu tragen, 150 statt bisher 50 Euro zahlen.
  • Gastronomen oder Veranstalter, die die Impf- oder Genesenenzertifikate nicht ordentlich kontrollieren und dabei ertappt werden, müssen demnach 2000 statt 500 Euro zahlen. Für gefälschte Tests werden sogar 5000 Euro fällig. „Es muss jedem klar sein: Das ist kein Spaß“, sagte Wüst.

NRW: Corona-Regeln – das ändert sich

Ab wann sind die neuen Corona-Regeln gültig?

  • Die NRW-Landesregierung will erst die Bund-Ländergespräche am Donnerstag (18. November 2021) führen, danach soll es ein Treffen mit den kommunalen Spitzenverbänden geben.
  • Erst dann wird die nötige Verordnung auf einer Sonderkabinettssitzung diskutiert. Hendrik Wüst hatte am Dienstag (16. November 2021) grob davon gesprochen, dass die neuen Regeln bereits in der kommenden Woche in Kraft treten.

NRW: Corona-Regeln – das ändert sich

Und könnte es wieder einen Lockdown geben?

  • Gänzlich ausgeschlossen ist ein neuer Lockdown zwar nicht, aber momentan auch nicht geplant. So erklärte das NRW-Gesundheitsministerium gegenüber der „Rheinischen Post“ auf Anfrage: „Ein Lockdown für geimpfte Personen dürfte bei der derzeitigen Infektionslage nicht rechtssicher umsetzbar sein und ist nicht geplant.“ Das NRW-Gesundheitsministerium beobachte das Infektionsgeschehen sehr genau und könne schnell reagieren, sollten Verschärfungen der Maßnahmen notwendig werden.

NRW: Das ist die Corona-Lage 

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) haben die Gesundheitsämter in NRW in den letzten 24 Stunden (Stand: Mittwoch, 17. November 2021) 7013 Neuinfektionen gezählt. Das sind 1505 Fälle mehr als noch am vergangenen Mittwoch gemeldet wurden, damals erfasste das RKI 5508 Neuinfektionen. Gleichzeitig wurden auch 38 neue Todesfälle gemeldet, 3877 weitere Covid-Patienten wurden vom RKI als wieder genesen erfasst.

In den Kliniken in NRW werden derzeit 515 Covid-Patienten auf der Intensivstation behandelt, 273 davon müssen beatmet werden. Insgesamt stehen 541 von 4803 Intensivbetten in den Krankenhäusern des Landes zur Verfügung. (mj/mit dpa)

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