A1 bei Wermelskirchen Bluttat vor Brückensprung: Bleibt Motiv grausiges Geheimnis? 

Die Autobahn musste nach dem Unfall gesperrt werden

Die A1 in Fahrtrichtung Köln wurde nach dem Vorfall am Freitag (1. Oktober 2021) gesperrt. Das undatierte Symbolfoto wurde bei einem Unfall auf der A46 bei Düsseldorf gemacht.

Die Vorwürfe gegen einen 28-Jährigen sind schrecklich. Nach einer mutmaßlichen Axt-Attacke auf seine Eltern war er von einer Autobahnbrücke gesprungen. Die Frage nach dem „Warum“ konnte bislang nicht beantwortet werden. 

Wermelskirchen. Als Polizei und Rettungsdienst zu einem Einsatz auf die A1 gerufen werden, ahnt noch niemand, welche Tragödie sich ereignet hat. Ein Mann (28) war am Freitagmorgen von einer Autobahnbrücke gesprungen – mit einem grausigen Geheimnis. 

Wenig später wird bekannt: Der 28-Jährige soll in der Nacht zuvor seine Eltern mit einer Axt schwer verletzt haben. „Er hat sie im Schlaf überrascht“, so Ulrich Bremer, Sprecher der zuständigen Kölner Staatsanwaltschaft, am Mittwoch (6. Oktober 2021) auf Nachfrage von EXPRESS.de. Daher laute der Haftbefehl gegen den Sohn auf versuchten Mordes aus Heimtücke. Das Motiv für die Tat sei weiter unklar. 

Kölner Ermittler konnten Sohn (28) noch nicht vernehmen

Der Vater des Tatverdächtigen wurde durch die Axthiebe sehr schwer verletzt und schwebt in Lebensgefahr. Die Mutter erlitt schwere Verletzungen. Auch der 28-Jährige selbst hat sich bei dem Sprung von der Brücke innere Verletzungen und zahlreiche Brüche zugezogen. Ulrich Bremer von der Staatsanwaltschaft: „Er ist noch nicht vernehmungsfähig.“

Wegen des Einsatzes war die A1 gegen 8.15 Uhr in Richtung Köln zwischen den Ausfahrten Remscheid und Wermelskirchen am Freitagmorgen (1. Oktober 2021) gesperrt worden. Fahrzeuge hatten dem Körper ausweichen können, es kam aber laut Kölner Autobahnpolizei zu mehreren kleineren Unfällen, zum Glück ohne Verletzte.

Axt-Attacke auf Eltern: Sohn lebte mit ihnen unter einem Dach

Der 28-Jährige steht im dringenden Verdacht, seine Eltern im gemeinsam bewohnten Haus gegen 4.40 Uhr mit einer Axt verletzt zu haben. Ein Verwandter, der ebenfalls mit ihm in dem Haus wohnt, hatte die Polizei alarmiert. „Nach aktuellem Ermittlungsstand sprang der 28-Jährige dann gegen 7.30 Uhr, mutmaßlich in suizidaler Absicht, von einer Brücke in Höhe der Anschlussstelle Wermelskirchen auf die Bundesautobahn 1“, so ein Polizeisprecher.

Nach Informationen von EXPRESS.de gibt es bei dem Tatverdächtigen bislang keinerlei Hinweise auf eine psychische Erkrankung. Die Kölner Staatsanwaltschaft sowie eine Mordkommission der Polizei Köln ermitteln wegen des versuchten Tötungsdeliktes. (iri)


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