Er warb sogar seinen Liebhaber an Ex-DDR-Spion (82) tot in Bonner Krankenhaus

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Ein altes Bild mit Dieter Popp (r.). Damals hatte er sich mit anderen wegen DDR-Spionage verurteilten Bundesbürgern zur Gruppe „Kundschafter des Friedens fordern Recht“ zusammengetan. 

Bonn  – Er galt als ein „Agent 00Sex“, weil er seinen homosexuellen Lebenspartner als Mitstreiter anwarb. Jetzt ist der ehemalige DDR-Spion Dieter Popp in einem Bonner Krankenhaus gestorben – drei Tage nach seinem 82. Geburtstag. 

Nach EXPRESS-Informationen befand sich Popp bereits seit mehreren Tagen im Krankenhaus und wurde am Freitag (27. November) tot in seinem Bett gefunden. 

Tod in Bonner Krankenhaus: Geheime Dokumente nach Ost-Berlin geschleust

Dieter Popp, eigentlich Versicherungsangestellter, war Mitte der 60er Jahre zum Militärischen Geheimdienst der DDR gegangen und nach Bonn in die Nähe des Bundesverteidigungsministeriums gezogen.

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November 2019: Dieter Popp in seiner Wohnung. 

Nachdem er 1969 seinen Liebhaber Egon Streffer angeworben hatte, schleuste das Paar unter den Tarnnamen „Asriel“ und „Aurikel“ rund 20 Jahre lang geheime Dokumente nach Ost-Berlin. Streffer starb 1989 an einem Herzinfarkt. 

Nach der Wende wurde Popp enttarnt und verhaftet, er saß vier Jahre im Gefängnis. Seit 1995 war er Vorsitzender des von ihm mitbegründeten Vereins „Kundschafter des Friedens fordern Recht e. V.“ In einem Nachruf heißt es dort, Dieter Popp sei nach kurzer Krankheit gestorben. (iri)

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