Wegen Corona-Alarm Bonner erleben Odyssee auf dem Indischen Ozean

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Da sah noch alles nach einer Traumreise auf der „Aidablu“ für das Ehepaar Theuerzeit aus.

Bonn – Eine Transatlantik-Kreuzfahrt: Davon hatten Thomas Theuerzeit (49) und seine Frau Steffi (42) schon lange geträumt. Nachdem die Tochter zum Auslandsjahr in Australien aufgebrochen war, konnten die Heilpraktiker aus Beuel frei planen.

Mit der „Aidablu“ 17 Tage von den Seychellen durch den Suez-Kanal bis nach Kreta: eine Traumreise für das Ehepaar. Doch dann kam alles anders. „So was braucht man kein zweites Mal“, seufzt Thomas Theuerzeit, nachdem er und seine Frau nach einer Woche wieder in Deutschland gelandet sind. Statt Traumreise wurde der Trip zur Fahrt ins Ungewisse.

„Ich war schon irritiert, dass es am Tag vor der Reise hieß, wir würden abends auf den Seychellen erst ablegen, dann wieder mit Tenderbooten an Land gebracht.“ Vor Ort war dann aber nichts mit „Seychellen erkunden“ – wie es im Reiseangebot hieß. „Wir mussten sofort losfahren, da Landgänge verboten worden sind“, erzählt Theuerzeit. 

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Odyssee auf dem Ozean: Hafen verweigert Aidablu die Einreise

Zwei Tage später sollte es nach Salalah im Oman gehen. „Der Kapitän meldete sich dann aber, erklärte, dass Oman die Einreise verboten hatte.“ Es sollte in den Hafen Muscat weitergehen. „Auf dem Weg dorthin meldete der Kapitän, dass auch Muscat uns die Einreise verweigerte.“

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Die gute Laune ließen sich Thomas und Steffi Theuerzeit nicht vermiesen.

Anfrage in Dubai: Auch dort gab es ein Nein. „Dann haben Verhandlungen auf höchster Ebene stattgefunden“, berichtet der Heilpraktiker. „Der Scheich von Oman hat dann entschieden, dass alle Passagiere ausfliegen dürfen. Bedingung: Alle mussten Emirates-Flüge nehmen“, schmunzelt Theuerzeit über die Geschäftstüchtigkeit des Scheichs.

Kreuzfahrt mit Aida: Probleme beim Rückflug

Doch dann wurde es noch mal knifflig. Ein Teil der Passagiere, rund 160 Personen, war schon von Bord – kam aber dann wieder. Theuerzeit: „War da etwa jemand positiv auf Corona getestet worden? Steht das Schiff jetzt unter Quarantäne? Das haben wir uns natürlich gleich gefragt.“ Doch dann Entwarnung: Bei den Flügen hatte es logistische Probleme gegeben.

Odyssee mit Aida auf dem Ozean: Bonner landeten in Frankfurt

Für Steffi und Thomas Theuerzeit hieß es erst, sie sollten in Düsseldorf landen, dann wurde es aber letztlich Frankfurt. Theuerzeits Fazit: „Sieben Tag auf dem Meer – und irgendwann wussten wir nicht mehr wohin.“ Das sei schon eine schräge Erfahrung gewesen. Der Kapitän hätte sogar Überlegungen angestellt, vollzutanken und dann zurück nach Hamburg zu schippern.

Im Nachhinein fragt sich der Heilpraktiker natürlich, ob Aida Cruises die Kreuzfahrt nicht hätte absagen müssen. Auch wenn das Krisenmanagement für die Passagiere an Bord toll gewesen sein. Aber. „Das Schiff kam von Mauritius. Meiner Meinung nach hätten sie uns nicht mehr aufnehmen sollen.“

Nach der Odyssee auf dem Indischen Ozean und dem Arabischen Meer akklimatisiert sich das Ehepaar erst mal 14 Tage, steigt dann wieder in seine Heilpraktiker-Praxis ein, die weiterhin durch die Mitarbeiter geöffnet ist.

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