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Corona-Zahlen steigen aktuell wieder„FLiRT-Varianten“ breiten sich rasant aus – das sind die Symptome

Ein Modell der Corona-KP.2-Variante.

Die Corona-Pandemie fühlt sich für viele nach einem Schrecken der Vergangenheit an. Doch zwei neue Varianten breiten sich immer schneller in verschiedenen Ländern aus.

Zwei Geschwistervarianten des Corona-Virus breiten sich aktuell mit zunehmendem Tempo in Deutschland und weiteren europäischen Ländern aus. KP.2 und KP.3 lassen die aktuellen Infektionszahlen besorgniserregend ansteigen. 

Nein, Corona ist noch nicht vorbei. Noch immer mutiert das Virus. Noch immer entstehen neue Varianten. Immer mit dem Ziel, unserer Immunität, die wir durch Infektionen und Impfungen aufgebaut haben, zu entfliehen. Ob es ihnen gelingt, bleibt abzuwarten. Im Blick haben Fachleute aktuell insbesondere zwei Varianten: KP.2 und KP.3.

KP.2 und KP.3 sind Sublinien vom Omikron-Abkömmling JN.1. Sie sind diesem also sehr ähnlich. So unterscheide sich KP.3 laut Rosa Norman, Sprecherin des US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC), nur durch zwei Veränderungen im Spike-Protein von JN.1.

So funktionieren die „FLiRT-Varianten“

Sowohl KP.2 als auch KP.3 zählen zu den sogenannten „FLiRT“-Varianten. Der Name ergibt sich aus den Buchstaben „F“, „L“, „R“, „T“, die jeweils in den einzelnen Mutationen dieser Varianten vorkommen. Beispielsweise die Mutation F456L. Diese befindet sich am Rezeptor des Spike-Proteins des Coronavirus.

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Dieses Spike-Protein nutzt das Coronavirus, um menschliche Zellen zu befallen. Es befindet sich an seiner Außenhülle und bindet spezifisch an den ACE2-Rezeptor auf der Oberfläche menschlicher Zellen. Damit kann das Virus mit der menschlichen Zellmembran verschmelzen und sein Erbgut in das Innere der Zelle schleusen, wo es sich weiter vermehrt.

Hier lesen: Coronavirus Wie gefährlich ist es im Vergleich mit anderen Erregern?

Aus diesem Grund ist das Spike-Protein ein Angriffspunkt für die Corona-Therapien und Impfungen. Weist es jedoch Mutationen auf, erhöht das die Gefahr, dass es die Immunität durch frühere Infektionen und Impfungen umgeht – und genau das macht das Coronavirus und dessen Mutationen so tückisch.

KP.2 und KP.3 dominieren die Infektionszahlen

KP.2 und KP.3 machen laut aktuellem Monitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) in der 23. Kalenderwoche (Stand: 3. bis 9. Juni) jeweils knapp 21 Prozent der Neuinfektionen aus. Nach Angaben des RKI wurden beide Varianten erstmals in der Woche vom 18. März registriert (1,85 Prozent). Auch in anderen Ländern Europas verbreitet sich die Variante.

In den USA dominieren KP.2 und KP.3 bereits. Dort hatten sie in den Vorwochen laut dem CDC mit 22,5 Prozent sowie 25 Prozent den größten Anteil am Infektionsgeschehen.

Das sich das Virus weiterentwickelt und auch entsprechend mutiert ist an sich kein ungewöhnlicher oder besorgniserregender Vorgang. Nichtsdestotrotz kann dieser Tatsache zu einer echten Gefahr heranwachsen und erneut schwere Verläufe hervorrufen. Dieser Fall könnte eintreten falls die Mutationen den Immunschutz umgehen.

Dass KP.2 und KP.3 heftige Krankheitsverläufe verursachen, ist derzeit unwahrscheinlich. Laut CDC gebe es „keine aktuellen Hinweise“ darauf. Zudem zeigen sich bei einer Infektion mit diesen „FLiRT“-Varianten klassische Corona-Symptome wie:

  1. Fieber
  2. Schüttelfrost
  3. Husten
  4. Halsschmerzen
  5. Kopfschmerzen
  6. Muskelschmerzen
  7. Atemprobleme
  8. Geruchs- und Geschmackverlust
  9. Müdigkeit
  10. Magen-Darm-Probleme

Abwasser als Infektions-Indikator

Ob beide Varianten auch einen Anstieg der Infektionszahlen bewirken, ist noch ungewiss. Bis zur 22. Kalenderwoche verzeichnet das RKI tatsächlich einen leicht steigenden Trend der Covid-Inzidenz auf 300 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das Infektionsgeschehen bewegt sich also auf sehr niedrigem Niveau.

Zu Bedenken gilt es allerdings, dass die aktuellen Meldezahlen auf Stichproben und Schätzungen beruhen, da aktuell keine verpflichtenden Corona-Tests mehr in Deutschland durchgeführt werden.

Aus diesem Grund betrachten die Experten des RKI zusätzlich das Abwasser. Dieses Monitoring ergab „in den letzten Wochen einen leicht steigenden Trend auf sehr niedrigem Niveau“. Nach mehreren Wochen niedriger, stabiler Werte hätte die Viruslast im Abwasser einen leichten Anstieg ergeben. So lag die Viruslast von Sars-CoV-2 in der 22. Kalenderwoche bei rund 44.000 Genkopien pro Liter.

Für die 22. KW lagen Daten aus 82 Kläranlagen vor, dies entspricht einer Abdeckung von 19,5Prozent der Gesamtbevölkerung. In der Woche zuvor hatten die Daten aus 116 Kläranlagen rund 24 Prozent der Bevölkerung abgedeckt.

Für Risikogruppen ist Vorsicht geboten

Inwiefern dieser leichte Anstieg auf KP.2 zurückzuführen ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Er muss allerdings laut Fachleuten aber noch nicht den Beginn einer Sommerwelle bedeuten. Auffällig ist er aber insofern, als dass die Infektionsgefahr in der Regel in den wärmeren Monaten nachlässt. Risikogruppen sollten demnach wachsam sein, rät US-Medziner Eric Topol.

Er äußerte sich unlängst in einem Newsletter zum Risiko der neuen Variante. Er geht davon aus, dass eine kürzlich durchgemachte JN.1-Infektion einen gewissen Schutz vor FliRT-Infektionen bietet. Auch eine Preprint- Studie aus Japan zeigt offenbar, dass KP.2 weniger ansteckend ist als JN.1.

Anders sieht es bei der Impfung aus. Weitere Preprint-Studien deuten wohl darauf hin, dass FLiRT-Varianten den Immunschutz möglicherweise besser umgehen können als JN.1, berichtet „ Time “. „Das ist nicht gut“, sagt Topol dazu.

Deshalb empfiehlt der Forscher Risikogruppen, weiterhin vorsichtig zu sein und sich impfen zu lassen. Denn für ältere Menschen, chronisch Kranke und immungeschwächte Personen kann eine Infektion, egal mit welcher Variante, nach wie vor einen schweren Verlauf nehmen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) rät nach wie vor Risikogruppen sowie allen Menschen ab 60 Jahren zu einer jährlichen Auffrischungsimpfung mit einer aktuell von der WHO empfohlenen Variantenanpassung. Auch altbewährte Schutzmaßnahmen wie Abstand halten, Masken in Innenräumen und regelmäßiges Händewaschen helfen, das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren.

Das Original zum diesem Beitrag „Zwei Corona-Geschwister verbreiten sich jetzt in Deutschland – das müssen Sie wissen“ stammt von Focus.de