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„Hirschhausen auf Intensiv“ TV-Promi bei den Corona-Spezialisten der Bonner Uniklinik

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Eckart von Hirschhausen (l.) schaute für eine WDR-Doku fünf Tage lang hinter die Kulissen der Bonner Uniklinik. 

Bonn – Seit Wochen hat die Bonner Uniklinik ihre Kapazitäten im Kampf gegen das Coronavirus deutlich hochgefahren, das UKB befindet sich in ständiger Bereitschaft auf einen möglichen Ansturm von Intensivpatienten in Folge der Pandemie.

Doch wie sieht es aus im Inneren der Klinik, einem der europäischen Zentren für die sogenannte ECMO-Therapie zur besonders intensiven Beatmung?

Der Arzt und Fernsehmoderator Dr. Eckart von Hirschhausen hat sich Ende April für einige Tage bei den Spezialisten auf dem Venusberg umgesehen und spannende Einblicke gesammelt. In der Doku „Hirschhausen auf Intensiv“ zeigt der WDR die prägendsten Eindrücke am Dienstagabend ab 20.15 Uhr im Fernsehen.

WDR-Doku zu Corona: Eckart von Hirschhausen fünf Tage in der Uniklinik Bonn

„Wir zeigen die gegenwärtige Situation in ihrer Komplexität und Widersprüchlichkeit und wollen damit zu einer aufgeklärten Diskussion beitragen“, erklärt von Hirschhausen die Idee hinter dem Projekt: „Ich bin sehr dankbar, dass uns die Uniklinik Bonn einen derart intimen Blick hinter die Kulissen ermöglicht hat.“

Es ist der 20. April, Tag eins der Lockerungen der Politik in der Corona-Krise.  Eine Woche lang öffnet das UKB Hirschhausen und dem Fernsehteam von dort an seine Türen.

Bei seinen Aufenthalten blickte Hirschhausen Oberarzt Dr. Jens Christian Schewe über die Schulter, half in voller Schutzmontur bei der Reinigung eines OP-Saals und tauschte sich mit beatmeten Covid-19-Patienten und deren Angehörigen aus.

Eckart von Hirschhausen durchleuchtet Uniklinik Bonn in der Corona-Krise

Im Herzen der Uniklinik ging es für den Kabarettisten nicht nur um den medizinischen und wissenschaftlichen Umgang mit dem Coronavirus. Einige seiner drängendsten Fragen: „Wo greift so ein Virus ein Krankenhaus an? Was sind die verletzlichen Bereiche? Und was sind die menschlichen Geschichten dahinter?“

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Bei seinem Besuch in der Bonner Uniklinik tauschte sich Eckart von Hirschhausen auch mit Oberarzt Jens-Christian Schewe (l.) aus.

Besonders wichtig ist Hirschhausen dabei auch die Rolle der Pflegekräfte, die zu Beginn der Krise noch beklatscht und gefeiert wurden. Während für viele Menschen langsam wieder der normale Alltag beginnt, bleibt die Lage für das Klinikpersonal angespannt – und das auf nicht absehbare Zeit. „So gesehen ist es der erste Film über die „neue Normalität“ im Krankenhaus“, sagte Hirschhausen am Montag in einem dpa-Interview.

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Überrascht habe ihn dabei der enorme Aufwand, der derzeit beispielsweise durch die Schutzkleidung weiter steigt. Das Atmen durch eine FFP2-Maske sei „körperlich und psychisch eine enorme Belastung“. Eine Pflegefachkraft, die gerade aus einem Isolierzimmer gekommen war, kippte im Gespräch mit Hirschhausen beinahe vor Erschöpfung um.

Eckart von Hirschhausen warnt vor Nachlässigkeit nach Corona-Lockerungen

Gerade jetzt sind die Bilder aus der Bonner Uniklinik ein dringender Appell zur Vernunft: Die anhaltenden Lockerungen verleiten immer mehr Menschen zu mehr Nachlässigkeit und weniger Vorsicht. Die Angst vor einer zweiten Welle an Infektionen ist weiterhin berechtigt.

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Zu den Einblicken gehörte für Eckart von Hirschhausen auch die Reinigung eines OP-Saals in voller Schutzmontur.

Dabei könnte ein erneuter Anstieg der Infizierten-Zahlen die derzeit entspannte Lage schnell wieder auf den Kopf stellen und auch die gut vorbereitete Uniklinik an ihre Grenzen bringen.

Eckart von Hirschhausen will mit TV-Doku aus Bonner Uniklinik vor allem ein Problem angehen

Auch deshalb geht Hirschhausen mit seinem Film gegen eines der dringendsten Probleme vor: Die von ihm diagnostizierte „Infodemie“ aus Falschinformationen, Populismus und Verschwörungstheorien wertet er als „enorm gefährlich“ – unter anderem durch eine Parallelwelt in den sozialen Medien.

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Die WDR-Dokumentation soll helfen, die weiterhin bedrohliche Lage aus einer neuen Perspektive zu zeigen und weiterhin zu Achtsamkeit animieren. Die Leitlinie des Protagonisten ist daher klar: „Lieber desinfiziert und informiert, als desinformiert und infiziert.“

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